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Tiertipps.ch - Der Film

Agadir, Marokko stoppt Hunde-Vergiftung

Schon beim ersten Treffen mit der Tierschützerin Michèle hat die Schweizerin mit marokkanischen Wurzeln von ihrem grössten Traum gesprochen. Seit sie vor über 10 Jahren mit ihrer selbstlosen Tierschutzarbeit in Agadir und Umgebung angefangen hat, träumt sie davon, dass die Vergiftungen der Strassentiere durch die offiziellen Stellen endlich aufhören.
Durch intensive Gespräche, jahrelanges Lobbying und die Unterstützung der Schweizer Stiftung Tierbotschafter.ch, erreichte Michèle, dass die Verantwortlichen der Stadt Agadir dank dem Engagement der Vize-Präsidentin Dr. Amal Elbakkali im Sommer 2016 die Vergiftungen der Strassenhunde zugunsten nachhaltiger Kastrations- und Impfprogramme gestoppt hat. Ein bemerkenswerter Etappensieg, der Tierfreunde hoffen lässt!

Kastrieren statt töten
Mehrere Studien und jahrelanges erfolgloses Vergiften von Streuner-Hunden- und -Katzen beweisen es: Die einzige Massnahme zur Lösung der Streunerproblematik und auch der Tollwutbekämpfung ist die systematische Kastration, Impfung und das anschliessende Zurückbringen in das angestammte Revier (Trap, Neuter & Return). Kastrierte und gesunde Streuner besetzen ihr Revier und verhindern so auf natürliche Art neuen Zuwachs und die Verbreitung von Seuchen wie der Tollwut. Hier kommt das Prinzip des Fassungsvermögens zu tragen, denn die Anzahl Streunertiere ist abhängig von Futter, Wasser und Platz. Sobald man Tiere durch Massentötungen, Vermittlungen, Wegsperren etc. entfernt, entspannt sich die Lage kurzfristig. Da es aber plötzlich mehr zu fressen und freie Reviere gibt, wandern neue unkastrierte und ungeimpfte Tiere ein.

Töten hilft auch bei Tollwut nicht

In Marokko ist die Tollwut leider noch nicht ausgerottet. Die Angst vor Tollwutansteckungen ist allgegenwärtig und bewog die Behörden über Jahrzehnte Massentötungen von Streunerhunden durchzuführen. ERFOLGLOS, denn auch bei dieser Problematik ist bekannt, dass das Eliminieren der Tiere das Problem nicht löst. In Chennai (ex. Madras), Indien, wurden bei Massentötungen bis 1996 bis zu 135 (!) Hunde täglich getötet. Die horrende Anzahl von jährlich 50'000 entsorgten Tieren vermochte die Tollwutfälle nicht zu reduzieren. Im Gegenteil, sie haben sogar zugenommen (120 durch Tollwut infizierte Menschen mit tödlichem Ausgang 1996) und auch die Population der Strassenhunde stieg sogar weiterhin stetig an. Erst als 1996 ein Trap, Neuter & Return Programm inkl. Impfungen durch die Stadt Chennai und Blue Cross India eingeführt wurde, trat die Kehrtwende ein. Das Resultat beeindruckt: Rückgang der Tollwutfälle auf 5 Fälle im 2004 (-96% seit 1996) und massiver Rückgang der heimatlosen Streuner auf 60% im 2008. (Quelle: Blue Cross of India/Madras)

Feldstudie - Die sauberen Hunde von Taghazout

Auch in Agadir sind diesbezüglich bereits Erfolge zu erkennen. Die 2014 & 2015 durch Michèle und die Schweizer Tierbotschafter kastrierten und geimpften Hunde im Touristenort Taghazout ausserhalb von Agadir, zeigen ein erfreuliches Bild. Italienische Studenten der Universität Wien haben während 6 Monaten eine Feldstudie betrieben für die Organisation "Stray Dogs International Project" aus Italien. Sie haben diese "sauberen" Tiere in einer umfassenden Studie überwacht und die Resultate ausgewertet. Bluttests ergaben, dass sämtliche noch vor Ort lebenden Tiere den vollen Impfschutz aufweisen und gesund sind. Fazit: Die Studie schliesst die Hunde von Taghazout als Träger des Tollwutvirus komplett aus.

Laufende Kastrationsprogramme unter Einbezug der Bevölkerung

Damit das Leid an der Wurzel gepackt wird, laufen verschiedene Kastrationsprogramme für Katzen und für Hunde vor Ort. Um eine nachhaltige Veränderung herbeizuführen, wird die lokale Bevölkerung einbezogen. Konkret kann jeder die Katzen seines Quartiers oder den Streunerhund zum Tierarzt bringen und mit umgerechnet 10.-- CHF Beteiligung kastrieren und impfen lassen. Den Rest der Kosten übernehmen die Tierbotschafter. Was bei den Katzen wunderbar funktioniert, läuft bei den Hunden eher harzig, da die Berührungsängste der lokalen Bevölkerung offensichtlich gross

sind. Hunde gelten in muslimischen Gemeinschaften als unrein und werden nicht gerne geduldet. Im Gegensatz dazu haben Katzen einen höheren Stellenwert und führen, wenn sie kastriert und gesund sind, ein relativ gutes Leben. Sie werden meistens in Ruhe gelassen und finden Futter oder Restaurantabfälle.
So konnten im 2016 in Zusammenarbeit mit Michèle, ihrer lokalen Tierschutzorganisation "Le Coeur Sur La Patte, Agadir" und der Schweizer Tierbotschafter.ch 168 Hunde und 246 Katzen kastriert und geimpft werden.

Marokko - für Tiere alles andere als märchenhaft

Michèles Tierliebe ist gross und was sie seit 2006 aufgebaut hat, ist beeindruckend. Unermüdlich rennt und kämpft sie für die Tiere. Ein Erfolgsfaktor ist bestimmt, dass "die Frau mit den Tieren", wie sie von den Berbern genannt wird, von der einheimischen Bevölkerung akzeptiert und sehr gut vernetzt ist. Die Schweizer Tierschutzstiftung Tierbotschafter.ch unterstützt Michèle und ihr Tierschutzengagement in Agadir/Marokko seit 2012. Sie hat verschiedene Kastrationsprogramme von Michèle mitaufgebaut und finanziert. Auf Michèles Ferme leben rund 200 gerettete Katzen und 80 Hunde.

Die Tierbotschafter helfen dort, wo andere kämpfen

Die Stiftung Tierbotschafter.ch unterstützt Tierschutzprojekte von Einzelkämpfern im In- und Ausland. Und sie verbreitet - wie es der Name schon sagt - Botschaften zum Wohl der Tiere. Die Schweizer Stiftung verfolgt keine kommerziellen Zwecke, erstrebt keinen Gewinn und ihr Engagement basiert auf Ehrenamtlichkeit. Sie ist zur Ausübung ihrer Tätigkeit auf Spenden angewiesen, untersteht der eidgenössischen Stiftungsaufsicht und ist von den Steuern befreit.

Webseite: www.tierbotschafter.ch
Kontakt: botschafter@tierbotschafter.ch

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Schneehöhlen für bedrohte Robben

Der WWF hat mit Freiwilligen in Finnland Schneewälle geschaufelt. Darin ziehen sich bedrohte Robben zur Geburt zurück. Denn wegen der Klimaerwärmung blieben die natürlichen Schneeverwehungen aus. Kurzfristig hilft diese Massnahme der Robbenpopulation, langfristig tut es nur der Erhalt ihrer Lebensräume.

In den vergangenen Tagen haben sich Freiwillige zusammen mit dem WWF und dem finnischen Umweltministerium für das Überleben von bedrohten Süsswasserrobben eingesetzt. Sie haben auf dem Saimaa, einem See im Südosten Finnlands, für die Ringelrobben Schneehaufen gebaut. Die Robben brauchen den Schnee, um sich Höhlen für die Geburt ihrer Jungtiere zu bauen. In den letzten Jahren fiel aber zu wenig Schnee, um ebensolche Höhlen zu bauen. Deshalb haben die Freiwilligen Schneewälle geschaufelt, welche die Robben nutzen können.

"Von den Robben leben nur noch 360 Exemplare", sagt Liisa Rohweder, CEO des WWF Finnland. "Ohne die Hilfe der Freiwilligen könnte die Hälfte der Robbenbabys sterben. Wir haben solche Schneewälle schon früher gebaut mit dem Ergebnis, dass fast ausnahmslos alle Robbenbabys in diesen aufgeschaufelten Dämmen geboren wurden."

Zukunft ungewiss
Die ersten Robben-Schneedämme wurden vom WWF Finnland im Rahmen eines Forschungsprojektes unterstützt. Errichtet und getestet wurden sie von Wissenschaftlern der Universität Ostfinnland. Die Situation der Robben am Saimaa gibt einen Vorgeschmack auf das, was in Zukunft in anderen Teilen der Arktis geschehen kann. Die letzten drei Jahre waren die heissesten, zeigen die Aufzeichnungen. Das arktisches Seeeis nimmt laufend in Umfang und Volumen ab. Und damit schrumpfen auch die Lebensräume der vom arktischen Eis abhängenden Arten.

"Wir schätzen die Unterstützung der Freiwilligen sehr", sagt Rohweder. "Aber wir können diese Ersatzmassnahme nur temporär ergreifen. Wir brauchen einen gangbaren Langfristplan. Dieser schliesst unmittelbare Massnahmen im Klimaschutz und eine Planung mit ein, wie wir die Lebensräume von eisabhängigen Arten erhalten können."

Webseite: www.wwf.ch

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Auf in die Schweizer Bergwälder

Seit 30 Jahren arbeitet das Bergwaldprojekt mit Freiwilligen in den Schweizer Bergwäldern, um die Wälder fit für die Zukunft zu machen. Auch 2017 können sich Freiwillige wieder in über 45 Projektwochen im Bergwald engagieren.

Das Waldsterben war vor 30 Jahren in aller Munde. Heutzutage geht es dem Wald schlechter als damals, wie eine Studie des Büros für Umweltüberwachung im Herbst erläutert. Aber es spricht fast niemand darüber. Auch nicht darüber, dass seine wichtige Rolle im Zuge der Klimaerwärmung künftig gefährdet sein wird. Doch der Bergwald schützt seit jeher die Bewohner von Bergtälern und des Mittellandes vor Überschwemmungen, Steinschlägen, Rutschungen und Lawinen. So bleibt die Arbeit in den Bergwäldern wichtig und wertvoll.

Rund 2000 Freiwillige beteiligen sich jedes Jahr an dieser Aufgabe. Sie bauen Wege, räumen Sturmflächen, sie erstellen Schutzbauten vor Schneedruck, bauen Einzelschütze gegen Wildverbiss, pflanzen einheimische Baumarten, halten Alpweiden frei und lichten zu dichte Wälder aus, um den sogenannten Zukunftsbäumen ein Aufwachsen zu ermöglichen. Auch in diesem Jahr suchen wir Menschen, die eine Woche im Bergwald verbringen. Ihren Arbeitseinsatz leisten sie unter professioneller forstlicher Anleitung, sie lernen viel über den Bergwald und die Schweizer Landschaft, erfahren, wie strenge Arbeit ein Team zusammenschweisst und sehen jeden Abend das Ergebnis ihres Einsatzes eindrücklich vor sich.

Das Bergwaldprojekt sucht Freiwillige für die Projekte im Jahr 2017. Bei einem einwöchigen Arbeitseinsatz im Bergwald setzen sich Frauen und Männer von 18 bis 88 Jahren unter professioneller Leitung für die Pflege und den Erhalt eines Schutzwalds oder einer Kulturlandschaft ein. Gemeinsam führen sie forstliche Arbeiten aus, stählen dabei nicht nur ihre Muskeln sondern vermehren ihr Wissen über die Natur und die ökologischen Zusammenhänge und schliessen neue Freundschaften. Übernachtet wird dabei in einfachen Unterkünften im Einsatzgebiet, die Verpflegung kommt aus der Bergwaldküche. Auch Schulen und Unternehmen sind willkommen.

Interessierte können Sie hier anmelden:

Webseite: www.bergwaldprojekt.ch

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Fünf Tiger in Schweizer Zirkusmanege

Rückschritt für Schweizer Zirkuswelt

Wie der Zirkus Royal auf seiner Facebook-Seite heute verlauten liess, werden in der diesjährigen Saison fünf Tiger Teil seines Programms sein. Dies ist eine aus Tierschutzsicht sehr enttäuschende Ankündigung. Unterdessen haben bereits rund 35'000 Schweizerinnen und Schweizer die Petition für ein Wildtierverbot in Schweizer Zirkussen unterzeichnet.

Heute hat der Zirkus Royal auf seiner Facebook-Seite angekündigt, dass dieses Jahr fünf Tiger Teil seines Tourneeprogramms sein werden. Dies ist eine aus Tierschutzsicht sehr enttäuschende Ankündigung: "Gerade für Grosskatzen bedeutet ein Leben auf Tournee eine massive Einschränkung ihrer natürlichen Bedürfnisse. Grosskatzen in menschlicher Obhut benötigen sehr grosse und reich strukturierte Gehege, was kein Zirkus bieten kann", so Julie Stillhart, Länderchefin von VIER PFOTEN Schweiz. Weiter schreibt der Zirkus Royal, dass auch ein Elefant zu sehen sein wird. "Wir gehen davon aus, dass damit kein echtes Tier gemeint ist", so Vanessa Gerritsen von Tier im Recht. "Für einen einzelnen Elefanten auf Tournee dürfte der Zirkus wohl auch kaum eine Bewilligung erhalten."

Warum Tiger nicht in den Zirkus gehören

Der Zirkus Royal hatte in der letztjährigen Saison fünf Löwen mit auf Tournee. Dies war ohnehin bereits bedenklich. Tiger als Einzelgänger sind in der Haltung sogar noch anspruchsvoller. Denn sie haben einen deutlich grösseren Bewegungsdrang als Löwen. Ein fahrender Zirkus kann den Bedürfnissen dieser Tiere nicht gerecht werden. Viel zu kleine Gehege verhindern das Ausleben von natürlichen Bedürfnissen. Die ständigen Standortwechsel und der damit verbundene Auf- und Abbau bedeuten für die Tiere grossen Stress. Sie verbringen viel Zeit in engen Transportwagen, oft inmitten lärmiger Umgebung. Verhaltensstörungen aufgrund der Langeweile und des Platzmangels sind daher keine Seltenheit.

Wildtiere sind und bleiben Wildtiere

"Stets von Neuem hört man von Befürwortern das Argument, dass sich im Zirkus geborene Tiere an die dort herrschenden Bedingungen angepasst haben. Fakt ist, Wildtiere sind und bleiben Wildtiere", sagt Barbara Kerkmeer von ProTier. Ganz gleich, wo sie geboren wurden. Werden sie gezwungen, in einer Manege in engem Kontakt mit Menschen aufzutreten, spricht man von Zähmung. Gezähmte Wildtiere wurden nicht über Jahrtausende an ein enges Zusammenleben mit dem Menschen gewöhnt. Sie bleiben stets unberechenbar und neigen in stressigen Situation zu Aggressivität oder Angstverhalten. Wildtierzirkusse stellen damit ein Sicherheitsrisiko dar. Vorfälle wie der Tod eines Dompteurs in Ägypten oder jener eines entlaufenen Tigers in Italien, welche sich kürzlich ereignet haben, verdeutlichen das.

35'000 Petitionsunterschriften

Die Petition "Keine Wildtiere im Zirkus" der Tierschutzorganisationen VIER PFOTEN, ProTier und Tier im Recht zählt schon rund 35'000 Unterschriften. Die Petition fordert ein klares Wildtierverbot für Zirkusse in der Schweiz. Nachdem bereits 22 europäische Länder aus Tierschutzgründen Verbote oder Einschränkungen hinsichtlich des Mitführens von Wildtieren in Zirkussen kennen, hinkt die Schweizer Gesetzgebung in diesem Punkt deutlich hinterher.

Bild: © VIER PFOTEN | Fred Dott

Hier können auch Sie die Petition "Keine Wildtiere im Zirkus" unterschreiben:

Webseite: www.keine-wildtiere-im-zirkus.ch

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WWF Schweiz sagt Nein zum NAF

Der WWF Schweiz lehnt die Schaffung eines Fonds für die Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr (NAF) ab und empfiehlt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, an der Abstimmung vom 12. Februar ein Nein in die Urne zu legen.

Mit dem NAF werden milliardenschwere Investitionen in den Strassenbau fliessen. Ökologischere und zukunftsträchtige Formen der Strassenfinanzierung wie z.B. Mobility Pricing verhindert der NAF. Der Schweiz droht mit der Schaffung dieses Fonds eine Strassenbauoffensive wie in den 1960er Jahren. Der NAF zerstört die Umwelt, ohne die Verkehrsprobleme zu lösen.
Mehr Strassen führen zu mehr Autoverkehr und dieser belastet die Umwelt. Es entstehen dadurch zusätzliche externe Kosten, die bereits heute jährlich rund 6.5 Milliarden Schweizer Franken ausmachen. Der NAF bietet zudem Elektroautofahrer stärker zur Kasse als herkömmliche Autofahrer.

Der WWF ist überzeugt, dass Nationalstrassen und der Agglomerationsverkehr ohne Verfassungsänderung und nach dem Verursacherprinzip finanziert werden sollten, und nicht durch noch mehr öffentliche Gelder. Die bestehende Infrastruktur gilt es besser zu nutzen. Der NAF ist für den WWF ein unnötiger Raubzug auf die Bundeskasse.

Bildquelle: © WWF-Canon / Michel GUNTHER

Webseite: www.wwf.ch

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Unbekannter Hammerhai in Belize

Im Meer vor Belize haben Forscher diese Woche eine bis jetzt noch unbekannte Hammerhai-Art entdeckt. Die Entdeckung zeigt, wie dringend dieses einzigartige Gebiet in der Karibik mit dem längsten Barriereriff der nördlichen Hemisphäre, geschützt werden muss. Der WWF fordert nun weitergehende Schutzmassnahmen von der Regierung von Belize.

Das Fisheries Department von Belize und Forscher der Florida International University (FIU) haben diese Woche die Entdeckung einer bisher noch unbekannten Art aus der Gattung Sphyrna (Hammerhai) gemeldet.

Die neu entdeckte Hai-Art lebt relativ gebietstreu und ist auf saubere Gewässer angewiesen. Ihre Anwesenheit zeigt, dass der Lebensraum am Belize Barriere Riff noch weitgehend intakt ist. „Die Art ist ein weiteres Beispiel für die Bedeutung des Belize Barriere Riffs als mariner Biodiversitäts-Hotspot“, sagt Doris Calegari, Artenschutzexpertin beim WWF Schweiz. „Damit dieses wertvolle Gebiet auch in Zukunft erhalten bleibt, setzt sich der WWF mit weiteren Partnern für einen strengeren Schutz ein.“

Das Meer vor Belize ist ein Paradies für über 1.400 Arten von Pflanzen und Tieren, darunter die weltgrösste Population von bedrohten westindischen Seekühen, seltene Meeresschildkröten, Rochen, Haie und Delfine.

Das Belize Barriere Riff wurde 1996 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. In den letzten Jahren wurde das Ökosystem des Riffs jedoch durch Bautätigkeit an der Küste zerstört und 6500 Hektaren Mangrovenwälder wurden abgeholzt. In der Folge hat die UNESCO 2009 das Belize Barriere Riff auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Doch geplante Ölbohrungen in den Gewässern von Belize gefährden das Riff noch heute und müssen verboten werden.

Letzten Oktober hat der WWF dem Premierminister von Belize eine Petition mit über 265‘000 Stimmen überreicht. Sie alle fordern, dass die Regierung von Belize alles unternimmt, um dieses einzigartige Riff zu schützen. In der Folge wurden seismische Untersuchungen in einem Radius von einem Kilometer vom Riff verboten. Der WWF ist erfreut über dieses ermutigende Zeichen, fordert aber ein komplettes Verbot von Ölbohrungen in den Gewässern von Belize. Nur dann kann das Belize Barriere Riff von der UNESCO Liste der gefährdeten Welterbe entfernt und der langfristige Schutz dieses fragilen Ökosystems sichergestellt werden.

Das Riff trägt 15 Prozent zum jährlichen BIP von Belize bei: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Landes, rund 190.000 Menschen, lebt vom Einkommen durch kommerzielle Fischerei oder Tourismus und ist so direkt vom Belize Barriere Riff abhängig.

Webseite: www.wwf.ch

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