Der Zebrafink

Der Zebrafink (Taeniopygia guttata) ist eine Art der Familie der Prachtfinken, die als einzige der Gattung der Zebrafinken zugeordnet wird. Der australische Zebrafink, Taeniopygia guttata castanotis, ist ein in Deutschland sehr beliebter Ziervogel, der Timor-Zebrafink wird nur sehr selten gehalten oder gar gezüchtet.

Aussehen

Erscheinungsbild des wild lebenden Zebrafinken

Der wild lebende Zebrafink wird bis zu elf Zentimeter lang und rund 10 Gramm schwer. Das Männchen hat ein schmales schwarzes Brustband, einen rotbraunen Wangenfleck, rotbraune Flanken mit runden oder ovalen weißen Punkten und einen besonders intensiv roten Schnabel. Die Kehle zeigt die typische Zebrazeichnung bis unter den Schnabel. Das Weibchen ist im Bauchbereich beige bis weiß und auf dem Rücken dunkel- bis schiefergrau. Die Wangenzeichnung und Zebrazeichnung an der Kehle fehlen. Die Schwanzfedern sind schwarz und werden durch die schwarz-weiß gebänderten Oberschwanzdecken größtenteils überdeckt.

Jungtiere zeigen keine typischen Zeichnungsmerkmale, da sie erst nach der ersten Mauser ausfärben; ihr Schnabel ist schwarz.

Die Unterscheidungsmerkmale der Unterarten

Der Timor-Zebrafink ist mit einer Körperlänge bis zu 10 cm die kleinere der beiden Unterarten. Auffälligstes Unterscheidungsmerkmal ist, dass ihm die Zebrazeichnung auf Kinn und Kehle vollständig fehlt. Die namensgebende schwarzweiße Zeichnung findet sich bei ihm nur an den Halsseiten. Der Scheitel und der Nacken haben einen deutlich bräunlicheren Ton als bei der australischen Unterart und die Körperunterseite ist bei beiden Geschlechtern beige.
Erscheinungsbild der domestizierten Zebrafinken

Als Ziervogel wird überwiegend der Australische Zebrafink gehalten. Die domestizierten Vögel sollen gemäß dem Bewertungsstandard für Zebrafinken 12,5 cm lang sein. Sie erreichen ein Gewicht von bis zu 40 Gramm und bei einigen Exemplaren auch darüber. Sie sind damit größer und schwerer als ihre wild lebenden Artgenossen.

Als „Australischer Prachtfink“ wird er von vielen Züchtern als Ausstellungsvogel ständig weiter „geformt“ und in seinem farblichen Erscheinungsbild variiert. Über 50 anerkannte Farbschläge sind durch Zucht entstanden, die in der Natur nicht vorkommen. So z. B. Pastellfarben und Schwarzwangen. Hier haben die Hähne einen schwarzen Wangenfleck anstelle des rötlichen. Auch die Hennen zeigen diesen Wangenfleck, der sonst als Geschlechtsmerkmal für die männlichen Zebrafinken gilt.

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