Katzenkastrationen am Weltkatzentag

Katzenkastrationen anlässlich des Weltkatzentages
VIER PFOTEN übernimmt Kastration von 88 Bauernhofskatzen

Zürich, 4. August 2016 - Am 8. August ist Welt-Katzen-Tag. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN übernimmt zu diesem Anlass die Kastration von 88 Bauernhofkatzen im Kanton Freiburg. Pro Landwirt werden maximal 10 Gutscheine vergeben. Die Aktion soll zur Reduktion der Streunerkatzen-Population in der Schweiz beitragen und gleichzeitig Landwirte über die Wichtigkeit der Kastration sämtlicher Hofkatzen aufklären.

Die Katze ist in der Schweiz das beliebteste Haustier, dennoch leben geschätzte 300 000 ihrer Artgenossen ohne ein festes Zuhause. Die Dunkelziffer ist noch höher, da die Tiere oft zurückgezogen leben. Besonders oft sind sie in grosser Anzahl auf Bauernhöfen anzutreffen. Um etwas dagegen zu unternehmen, wird VIER PFOTEN anlässlich des Weltkatzentages am 8. August 2016 auch dieses Jahr wieder Gutscheine an Landwirte verlosen, die etwas gegen das Katzenelend auf ihren Betrieben unternehmen möchten. Die diesjährige Aktion konzentriert sich auf Bauernhöfe im Kanton Freiburg.

88 Gutscheine für Kastrationen im Herbst 2016
Interessierte Landwirte aus dem Kanton Fribourg können sich am kommenden Montag, dem Weltkatzentag, unter der Nummer 043 311 80 90 bei VIER PFOTEN melden. Pro Landwirt werden maximal 10 gemeldete Katzen kostenlos kastriert. Durchgeführt wird die Aktion im Oktober und November. "Im August wäre das Risiko zu gross, dass säugende oder trächtige Kätzinnen gefangen werden. Das wäre für die Jungtiere sowie das Muttertier selbst fatal", erklärt Lucia Oeschger, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Schweiz. Nach der Kastration werden die Tiere wieder in ihrem angestammten Revier freigelassen, wodurch auch die Zuwanderung anderer Katzen reduziert wird.

Katzenkastration ist nachhaltiger Tier- und Naturschutz
"Eine unkontrollierte Katzenpopulation in einem Gebiet kann vielfältige Probleme verursachen: Zum einen hat eine hohe Katzendichte negative Auswirkungen auf geschützte Wildtiere oder Ärger bei Gartenbesitzern zur Folge. Auch Krankheiten werden in unkastrierten, grossen Populationen viel schneller verbreitet. Das führt zu leidenden Tieren", so Oeschger. Die einzige wirkungsvolle und gleichzeitig tierfreundliche Massnahme zur Behebung des Problems ist die Kastration. Katzenhalter, egal ob auf dem Land oder in der Stadt, sollten ihre Tiere kastrieren.

Langfristiges Ziel von VIER PFOTEN ist eine nationale Kastrations- und Registrierungspflicht für alle Freigängerkatzen: Nur so kann das Wachstum der Streunerkatzenpopulation und das damit verbundene Tierleid nachhaltig gestoppt werden. VIER PFOTEN unterstützt deshalb die Petition "Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen in der Schweiz", welche bisher rund 15'000 Unterschriften zählt.

Bilder: VIERPFOTEN/Andrea Mäder

Webseite: www.vier-pfoten.ch

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