Nur noch Fisch aus nachhaltigen Quellen

Die beiden strategischen Partner des WWF haben ihr Fischsortiment zu 100 Prozent auf nachhaltige Quellen umgestellt. Das Timing ist perfekt, denn zur Weihnachtszeit ist Fisch bei vielen Menschen eine beliebte Speise. Der WWF gratuliert seinen Partnern für ihr wichtiges Engagement, denn 90 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände rund um den Globus sind bedroht oder sind überfischt.

Seit Jahren arbeitet der WWF mit seinen strategischen Partnern Coop und Migros in verschiedenen Gebieten zusammen, seit 2007 auch im Bereich Fisch- und Meeresfrüchte. Nun haben die beiden Detailhändler einen gewichtigen Meilenstein in dieser Zusammenarbeit erreicht: Sie haben ihr Fisch- und Meeresfrüchte-Sortiment zu 100 Prozent auf nachhaltige Quellen umgestellt und bieten nur noch Produkte an, dessen Herkunft der WWF als «empfehlenswert» oder «akzeptabel» einstuft. Coop und Migros tun dies bei Frisch-, Tiefkühl- und Dosenfisch, Coop zusätzlich auch in seinen Restaurants.

«Der WWF gratuliert den beiden Detailhändlern für dieses Engagement», sagt Mariann Breu, Projektleiterin Seafood Markets beim WWF Schweiz. «Sie mussten dafür ihre Lieferanten motivieren, ebenfalls auf umweltfreundlichen Fang und verantwortungsvolle Zucht umzustellen und bedrohte Arten, beispielsweise Meerbarbe, Blue Marlin oder Rotbarbe, ganz aus ihrem Sortiment nehmen.» Coop und Migros sind in der Schweiz Marktführer beim Verkauf von Fisch, was die Relevanz dieser Umstellung aufzeigt. Bei Fisch aus Wildfang erfüllen bei ihnen heute im Schnitt rund 60 Prozent den MSC-Standard. Bei Fisch aus Zucht sind es beim Bio-Label 25 Prozent. Die Herkunft der restlichen Fische und Meeresfrüchte sind aufgrund WWF-Bewertung «empfehlenswert» oder «akzeptabel». Die beliebtesten Speisefische und Meeresfrüchte auf Schweizer Tellern sind: Crevetten, Dorsch, Forelle, Lachs, Pangasius und Thunfisch.

«Für Konsumentinnen und Konsumenten, welche ökologisch verträgliche Produkte wählen wollen, machen die Sortimentsumstellungen die Wahl leichter», so Breu. Gerade in der Weihnachtszeit, wo Fisch als Festmahlzeit ein beliebtes Gericht ist, ist dies hilfreich.

Fast in allem Meeren wird heute mehr Fisch gefangen als natürlich nachwachsen kann. 90 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände rund um den Globus müssten geschont werden: Fast ein Drittel sind überfischt, 61 Prozent bis an ihre Grenzen befischt. Für die Zukunft wünscht sich der WWF für den gesamten Retail-Bereich, dass der Anteil an empfehlenswerten Label-Produkten steigt und nur noch Fisch und Meeresfrüchte aus der Kategorie «empfehlenswert» in den Läden liegen.

Was bedeutet “nachhaltige Quellen”?
Fisch aus nachhaltigen Quellen bedeutet, dass dieser nach den Labeln MSC, Bio oder ASC zertifiziert ist. Bei nicht zertifiziertem Fisch muss sich die Herkunft s gemäss WWF Bewertung mindestens für die Kategorie «empfehlenswert» oder «akzeptabel» klassifizieren.

Webseite: www.wwf.ch

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