Nur noch Fisch aus nachhaltigen Quellen

Die beiden strategischen Partner des WWF haben ihr Fischsortiment zu 100 Prozent auf nachhaltige Quellen umgestellt. Das Timing ist perfekt, denn zur Weihnachtszeit ist Fisch bei vielen Menschen eine beliebte Speise. Der WWF gratuliert seinen Partnern für ihr wichtiges Engagement, denn 90 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände rund um den Globus sind bedroht oder sind überfischt.

Seit Jahren arbeitet der WWF mit seinen strategischen Partnern Coop und Migros in verschiedenen Gebieten zusammen, seit 2007 auch im Bereich Fisch- und Meeresfrüchte. Nun haben die beiden Detailhändler einen gewichtigen Meilenstein in dieser Zusammenarbeit erreicht: Sie haben ihr Fisch- und Meeresfrüchte-Sortiment zu 100 Prozent auf nachhaltige Quellen umgestellt und bieten nur noch Produkte an, dessen Herkunft der WWF als «empfehlenswert» oder «akzeptabel» einstuft. Coop und Migros tun dies bei Frisch-, Tiefkühl- und Dosenfisch, Coop zusätzlich auch in seinen Restaurants.

«Der WWF gratuliert den beiden Detailhändlern für dieses Engagement», sagt Mariann Breu, Projektleiterin Seafood Markets beim WWF Schweiz. «Sie mussten dafür ihre Lieferanten motivieren, ebenfalls auf umweltfreundlichen Fang und verantwortungsvolle Zucht umzustellen und bedrohte Arten, beispielsweise Meerbarbe, Blue Marlin oder Rotbarbe, ganz aus ihrem Sortiment nehmen.» Coop und Migros sind in der Schweiz Marktführer beim Verkauf von Fisch, was die Relevanz dieser Umstellung aufzeigt. Bei Fisch aus Wildfang erfüllen bei ihnen heute im Schnitt rund 60 Prozent den MSC-Standard. Bei Fisch aus Zucht sind es beim Bio-Label 25 Prozent. Die Herkunft der restlichen Fische und Meeresfrüchte sind aufgrund WWF-Bewertung «empfehlenswert» oder «akzeptabel». Die beliebtesten Speisefische und Meeresfrüchte auf Schweizer Tellern sind: Crevetten, Dorsch, Forelle, Lachs, Pangasius und Thunfisch.

«Für Konsumentinnen und Konsumenten, welche ökologisch verträgliche Produkte wählen wollen, machen die Sortimentsumstellungen die Wahl leichter», so Breu. Gerade in der Weihnachtszeit, wo Fisch als Festmahlzeit ein beliebtes Gericht ist, ist dies hilfreich.

Fast in allem Meeren wird heute mehr Fisch gefangen als natürlich nachwachsen kann. 90 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände rund um den Globus müssten geschont werden: Fast ein Drittel sind überfischt, 61 Prozent bis an ihre Grenzen befischt. Für die Zukunft wünscht sich der WWF für den gesamten Retail-Bereich, dass der Anteil an empfehlenswerten Label-Produkten steigt und nur noch Fisch und Meeresfrüchte aus der Kategorie «empfehlenswert» in den Läden liegen.

Was bedeutet “nachhaltige Quellen”?
Fisch aus nachhaltigen Quellen bedeutet, dass dieser nach den Labeln MSC, Bio oder ASC zertifiziert ist. Bei nicht zertifiziertem Fisch muss sich die Herkunft s gemäss WWF Bewertung mindestens für die Kategorie «empfehlenswert» oder «akzeptabel» klassifizieren.

Webseite: www.wwf.ch

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Deutliches Ja zum Arosa Bärenland

Die Stimmbürger von Arosa haben dem geplanten Arosa Bärenland mit deutlichen 78% zugestimmt. Die für die Realisierung des Projekts notwendige Umzonung kann nun vorgenommen werden. Die Freude über das Abstimmungsergebnis ist bei VIER PFOTEN und der Projektleitung riesengross.

"Wir möchten der Bevölkerung von Arosa für das Vertrauen danken. Unser Wunsch, fünf durch unsere Organisation geretteten Bären im Sommer 2018 ein neues Zuhause in der herrlichen Natur von Arosa zu geben, geht bald in Erfüllung", so Julie Stillhart, Länderchefin von VIER PFOTEN Schweiz. Auch auf der Projektleitungs-Ebene ist grosse Freude und Erleichterung über das Ergebnis spürbar. So bedankt sich Pascal Jenny, Co-Projektleiter und Kurdirektor von Arosa, bei allen Unterstützern, die sich in den vergangenen Wochen für das Arosa Bärenland eingesetzt haben. "Genial, dass wir mit dem Support der Bevölkerung diesen Leuchtturm in der Ferienregion Arosa Lenzerheide umsetzen dürfen."

Wie geht es weiter?

Jetzt, da der Weg für das erfolgversprechende Projekt geebnet ist, hat die Ausarbeitung der Baueingabe für die Gehege, die technischen Gebäude und die Besuchereinrichtungen höchste Priorität. Gleichzeitig erfolgt die Gründung der Stiftung "Arosa Bärenland". VIER PFOTEN betreibt in Europa bereits fünf Bärenschutzzentren. Der Bau der Anlage in Arosa wird nach denselben strengen Kriterien entstehen.

Dabei sind grosszügige Platzverhältnisse, Sterilisationspflicht bei den Tieren und ein generelles Verbot des Züchtens von Jungbären massgeblich. "Dass wir Bären aus schlechter Haltung nun endlich auch in die Schweiz bringen und rehabilitieren können, ist für uns ein riesiger Erfolg. Unsere Bärenschutzzenter in Osteuropa, Österreich und Deutschland haben ihre maximale Kapazität erreicht und es gibt in Europa noch viele Bären, die auf unsere Hilfe angewiesen sind", so Stillhart.

Bären wie Tomi könnten künftig im Arosa Bärenland leben

Bier-Bär Tomi lebte bis vor kurzem neben den Toiletten eines Restaurants in Albanien. Er wurde in einem winzigen Betonkäfig gehalten und zeigte starke Verhaltensstörungen. Er ging in seinem Käfig ununterbrochen auf und ab und biss sich selber. Er konnte sich weder ausreichend bewegen, noch nach Futter suchen, graben oder baden. Zu allem Übel erhielt der Bär Bier statt Wasser zu trinken. VIER PFOTEN transferierte Tomi im September dieses Jahres schliesslich in den BÄRENWALD Prishtina im Kosovo. Dort kann er nun endlich wieder ein Bärenleben führen. Bären mit solch einem Schicksal könnten künftig im Arosa Bärenland ein neues Zuhause finden.

Webseite: www.vier-pfoten.ch

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Tierleid am Kapuzenrand

Pelzmode boomt, die Importzahlen steigen seit Jahren stetig an und Einkaufspreise für Pelze hangeln von Rekord zu Rekord. Weltweit ist der Umsatz innert 10 Jahren um 44 % gestiegen. Pelzmode ist ein Milliardengeschäft und 28 % der globalen Pelzprodukte finden in Europa Absatz.

In den Jahren nach 1980/90 traute man sich mit Pelz nicht mehr auf die Strasse. Das grauenvolle Tierleid in diesem Zusammenhang war durch Tierschutzkampagnen wie «Pelztragen ist Gewissensfrage» oder durch medienwirksame Farbbeutel-Attacken an Pelzträgerinnen bekannt. Pelz war in weiten Kreisen verpönt. Heute - so denkt man - sei alles besser, und man nimmt automatisch an, dass es solche Zustände heute gar nicht mehr gebe. „Das kann ja nicht sein, dass es den Tieren immer noch so schlecht geht“, ist die weit verbreitete Meinung von Herr und Frau Schweizer. Das Gegenteil ist der Fall: es ist noch schlimmer als je zuvor! Millionen von Tieren vegetieren in engen Käfigbatterien auf Drahtgitterböden vor sich hin, um ihnen anschliessend ihr Pelz auf grausame Art zu entnehmen. Nach den Erkenntnissen des Schweizer Tierschutzes ist es in China am schlimmsten. Dort kommen z.B. Marderhunde während der Enthäutung wieder zu Bewusstsein und wenn sie schon völlig nackt sind, ohne Pelz, leben sie noch rund 30 Sekunden. Die Tierschutzorganisation Peta hat 2005 einen grossen Katzen- und Hundepelz-Skandal ans Tageslicht gebracht. Traurige Fakten und Filme zur Pelzgewinnung von Hunde und Katzen aus China gibt’s auf www.pelzinfo.ch.

Dies alles geschieht nicht mehr nur für teure Pelzmäntel, sondern vor allem für billige Massenware wie Pelzaccessoires und Pelzbesätze. Viele Leute reagieren geschockt, wenn sie dies erfahren. Sie achten vermehrt auf ihre Umwelt, ernähren sich vegetarisch und lieben ihre Haustiere. Da passt es nicht, Pelz zu tragen, welcher von elend gehaltenen Tieren und unter Umständen sogar von Hunde- und Katzenfellen aus China stammt. Wer trägt denn schon sein Haustier am Hals?
Lösen kann dieser Missstand nur ein generelles Importverbot für tierquälerisch hergestellte Pelzprodukte. Die Tierpartei Schweiz (TPS) hat bis Ende Jahr eine Petition laufen. Sie fordert von Bundesrat und Parlament, ein Importverbot für Pelzprodukte zu erlassen, die von tierquälerisch gehaltenen, gefangenen oder getöteten Tieren stammen.

Hinschauen lohnt sich
Das sind die Unterscheidungsmerkmale: Synthetischen Pelz (Fake Fur) erkennt man, wenn man die Haare auseinanderstreift und das Strick-/Wirkgewebe erkennen kann, statt der feinen Lederhaut (evtl. mit Lupe). Echter Pelz besteht aus mehreren Schichten, die jeweils unterschiedliche Haarlängen haben. Bei Kunstpelz verwendet man meistens dieselbe Haarlänge. Der beste Beweis aber ist die Brennprobe (leider nicht in jedem Fall durchzuführen). Echter Pelz brennt wie Haar, riecht nach verbranntem Haar und vibriert beim Brennen. Kunstpelz riecht nach verbranntem Plastik und schmilzt, anstatt zu vibrieren. Die verbrannten Kunstpelzhaare formen kleine, feste Kugeln.

Wenn schon Pelz, dann bitte Kunstpelz
Echte Pelze gehören in die Steinzeit. Es gibt inzwischen modische und optisch attraktive Alternativen und verantwortungsvolle Designer und Modehäuser setzen erfreulicherweise in jüngster Zeit zunehmend auf Fake Fur. In der Schweiz besteht seit 1. März 13 zwar eine Pelzdeklarationspflicht, aber in dem Dschungel der Bezeichnungen und Fantasienamen kommen weder Verkaufspersonal noch Käufer zurecht. Und auch wenn sich der Konsument zwischen einem Pelz mit der Angabe «gejagt» oder «gezüchtet» entscheiden muss, macht dies keinen grossen Unterschied, denn die Tiere leiden bei beiden Gewinnungsarten. Das einzige was wirklich hilft, ist auf Echtpelz zu verzichten.

Webseite: www.tierbotschafter.ch

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Qualzüchtungen von Heimtieren

Zürich, 25. Oktober 2016 - Qualzucht - das ist wenn eine Katze kein Fell und keine Tasthaare hat oder wenn einem Hund so viel Haut gezüchtet wurde, dass sich diese in ständig entzündende Falten legt. Die Genetik von Tieren wird hierbei so sehr verändert, dass sie ihren Bedürfnissen nicht mehr artgemäss nachkommen und physische sowie psychische Schäden davontragen können. VIER PFOTEN warnt vor dem Kauf von Tieren, die aufgrund solcher Zuchtmerkmale ihr Leben lang leiden.

Bei der Zucht von Heimtieren wird das Aussehen der Tiere den Vorstellungen des Züchters angepasst. Leider werden dabei teilweise auch die für die Kommunikation wichtigen Körperteile teilweise soweit verändert, dass es zwischen den Tieren zu Verständigungsproblemen kommt. Hunde mit kurzen Schnauzen wie Möpse, Boxer oder Französische Bulldoggen beispielsweise, bei denen sich die Haut im Gesicht in Falten legt, erleben durch ihre sich differenzierende Mimik immer wieder Missverständnisse mit anderen Hunden. Zudem leiden sie häufig unter Atemwegsproblemen und entzündeter Haut.

Die Tiere, die für die Zucht eingesetzt werden und die gewünschten Zuchtmerkmale besitzen, leiden oft auch unter Begleiterkrankungen. Sie haben beispielsweise Schäden an den Gelenken und Knochen und leiden an Herzproblemen. Diese Beeinträchtigungen werden auch an die Nachkommen weitergegeben. "Die Zucht von Heimtieren sollte niemals auf die gesundheitlichen Kosten der Tiere geschehen. Besonders Rassen, die im Trend sind, werden oft ohne Rücksicht auf Verluste produziert", so Lucia Oeschger, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN Schweiz.

Auch Kleinsäuger, Vögel und Fische betroffen
Nicht nur Hunde und Katzen sind von Beeinträchtigungen des Wohlergehens durch Qualzuchten betroffen: Das Angora-Kaninchen leidet als Kleinsäuger unter seinem zu feinen und durchlässigen Fell. Auch Vögel und Fische sind von Zuchtmerkmalen betroffen, die sich negativ auf ihr Wohlbefinden auswirken. So können die veränderten Federformen des Hauben-Kanarienvogels zu Flugbeeinträchtigungen führen und Fische wie der Blasenaugen-Goldfisch haben Schwierigkeiten beim Schwimmen aufgrund seiner stark vergrösserten Augen, weswegen seine Zucht in der Schweiz auch seit 2015 verboten ist.

Gesetzeslage in der Schweiz
Um Verstössen gegen das geltende Tierschutzgesetz entgegen zu wirken, sah sich der Gesetzgeber gezwungen, die bestehenden Vorschriften zum Züchten von Tieren um eine sehr detaillierte Verordnung zu ergänzen. Die "Verordnung des BLV über den Tierschutz beim Züchten" trat am 1. Januar 2015 in Kraft. Diese hält beispielsweise fest, dass keine Zuchtziele verfolgt werden dürfen, "die für die Tiere mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder tiefgreifenden Eingriffen ins Erscheinungsbild oder in die Fähigkeiten verbunden sind." Theoretisch wäre die Gesetzgebung klar: Qualzucht ist verboten. Die Praxis scheint sich für die Behörden jedoch komplexer zu gestalten. Bisher wurden noch keine Verurteilungen von entsprechenden Züchtern vorgenommen.

Bild: ©pixabay

Webseite: www.vier-pfoten.ch

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Neues Wildtierschutzzentrum Al Ma'wa

Zürich/Jerash, 4. Oktober 2016 - Gute Nachrichten anlässlich des heutigen Welttierschutztags: 7 Löwen, 2 Tiger und ein Braunbär wurden in den vergangenen Tagen in einem aufwändigen Transfer in ihr neues, artgemässes Zuhause, das Wildtierschutzzentrum Al Ma'wa nahe Amman, transferiert. Die neuen Bewohner sind gut angekommen und sind dabei, sich an ihre neuen Gehege gewöhnen.

Neun Gehege der höchsten Standards wurden dort errichtet. Den Tieren stehen damit Wiesen, Wald, Bäume und Badeteiche zum Leben zur Verfügung. Das gesamte Zentrum wird ausserdem in einer weiteren Bauphase auf 140 Hektar ausgebaut. Damit gibt es kein anderes Wildtierschutzzentrum vergleichbarer Grösse in der Region. "Wir freuen uns sehr, dass mit dem Einzug der ersten Tiere nun der Startschuss für dieses grossartige Kooperationsprojekt gefallen ist", sagt Heli Dungler, Präsident und Gründer von VIER PFOTEN, der den Transfer und die Eröffnung begleitet hat. "Wir haben mit der Princess Alia Foundation seit Jahren einen starken Partner hier in der Region und freuen uns, dass wir mit dem Aufbau des Al Ma'Wa Wildlife Reserve nun noch mehr Tieren in Not helfen können."

Das neue Schutzzentrum ist Teil der Organisation Al Ma'wa for Nature and Wildlife, die von der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN und der jordanischen Princess Alia Foundation ins Leben gerufen wurde. Hauptaufgabe ist neben dem Schutz der missbrauchten und geretteten Wildtiere auch Aufklärungsarbeit zur Problematik des Wildtierhandels in Jordanien. Unterstützung für das Projekt kam ausserdem vom Abu Dhabi Fund for Development (ADFD) und der Fondation 30 Millions d'Amis. Die Tiere waren bisher im Al Ma'wa New Hope Centre untergebracht, das ebenfalls Teil der Organisation Al Ma'wa for Nature and Wildlife ist.

Grosse logistische Herausforderung gemeistert
Gerade grössere Wildtiere wie Grosskatzen und Bären, die nach einem Leben in menschlicher Obhut nicht mehr in die Wildnis entlassen werden können, brauchen viel Platz und artgemässe Gehegestrukturen, um ihre natürlichen Instinkte ausleben zu können. "Es war eine riesige logistische Herausforderung, so viele Wildtiere gleichzeitig zu transferieren, aber glücklicherweise sind alle gut in ihren neuen Gehegen angekommen und erholen sich jetzt erst einmal von dem langen Transport", berichtet Dr. Amir Khalil, Projektleiter bei VIER PFOTEN.

Berührende Einzelschicksale
Alle Erstbewohner des Schutzzentrums haben eine berührende Geschichte. Sie stammen teilweise aus illegaler Privathaltung, wurden in Zoos als Besucherattraktion missbraucht und fristeten ihr Dasein vor ihrer Rettung in winzigen Gehegen ohne angemessene Nahrung oder medizinische Versorgung. Bär Balou ist ein solches Tier: Er wurde von Zoo zu Zoo weitergegeben, bevor er schliesslich gerettet und ins Al Ma'wa New Hope Centre gebracht werden konnte. Dort traute er sich lange nur in der Nacht aus seinem Innengehege heraus. Erst nach intensiver Rehabilitierungsarbeit legte er sein stereotypes Verhalten ab und gewöhnte sich auch in seinem Aussengehege ein. Im Al Ma'wa Wildlife Reserve hat er jetzt die Chance, in seinem grossen neuen Gehege sein natürliches Verhalten wiederzuentdecken und kann sogar seine eigene Winterhöhle graben.

Webseite: www.vier-pfoten.ch

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Landesweites Canned Lion Hunting Verbot

VIER PFOTEN fordert landesweites Canned Lion Hunting Verbot in Südafrika
Petition an südafrikanische Regierung übergeben

Kapstadt, 14. September 2016 - Gestern übergab VIER PFOTEN über eine halbe Million Unterschriften gegen die Praxis des Canned Lion Hunting an Prinz Mangosuthu Buthelezi. Eine repräsentative Meinungsumfrage in Südafrika zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Praxis als unethisch ansieht. Ziel ist es, dass die südafrikanische Regierung seine Gastgeberrolle an der nächsten CITES Artenschutzkonferenz im Ende September zum Anlass für ein Verbot nimmt.

Über eine halbe Million Menschen fordern die südafrikanische Regierung mit ihrer Unterschrift auf, der Praxis der Massenzüchtung und -jagd auf Löwenfarmen ein Ende zu bereiten. Die Petition wurde gestern in Kapstadt von VIER PFOTEN an Prinz Mangosuthu Buthelezi, Vorsitzender der Inkatha Freedom Party (IPF) und Parlamentsabgeordneter, übergeben . Dieser legte die Petition dem Umweltminister vor.

Keine Unterstützung vom Südafrikanischen Volk

Eine vor kurzem durchgeführte Meinungsumfrage von VIER PFOTEN ergab, dass 76% der Südafrikaner Canned Lion Hunting als unethisch ansehen, 59% sind ausserdem der Meinung, dass es keinen nennenswerten Beitrag zur Wirtschaft des Landes leistet. VIER PFOTEN ist überzeugt, dass die Umfrageergebnisse und die Petitionsübergabe wichtige Schritte sind, um die Gattung der Löwen künftig besser zu schützen.

Ende September findet in Johannesburg die 17. CITES Vertragsstaatenkonferenz statt. VIER PFOTEN fordert die südafrikanische Regierung auf, diese einmalige Gelegenheit als Gastgeber der weltweit wichtigsten Artenschutzkonferenz zu ergreifen, um dort das Ende der unethischen Praxis des Canned Lion Hunting zu verkünden. Fiona Miles, Leiterin des Südafrika-Büros von VIER PFOTEN, erklärt: "Heute ist der Zeitpunkt gekommen, um dieser beklagenswerten Praxis nach Jahren intensiver Recherche und Lobbying ein klares Ende zu bereiten. Es liegt in den Händen des südafrikanischen Parlaments, die Zukunft der Löwen im ganzen Land zu sichern."

Die Ziele der Petition

Bei Übergabe der Petition bot VIER PFOTEN der südafrikanischen Regierung Unterstützung in der Entwicklung eines Aktionsplanes an, um die folgenden Ziele zu erreichen:

- Beendigung der Zucht von Löwen in Gefangenschaft, um sie später für Canned Lion Hunting zu verwenden
- Gesetzliches Verbot der Jagd von Löwen, die in Gefangenschaft gezüchtet wurden
- Gesetzliches Verbot des Handels mit Löwenknochen

Das Problem des Canned Lion Huntings in Südafrika ist gravierend. Jedes Jahr werden mehr als 1'000 Löwen, die extra für diesen Zweck auf etwa 200 Farmen im Land gezüchtet werden, geschossen. Die Jäger zahlen bis zu 50'000 Franken für einen Abschuss. Südafrika ist das einzige Land auf der Welt, das diese Praxis trotz der Missbilligung der Öffentlichkeit und zahlreicher Proteste noch immer duldet.


Bild: Einer von 1000 Löwen, welche der Canned Lion Hunting Industrie jedes Jahr zum Opfer fallen. ©VIER PFOTEN

Webseite: www.vier-pfoten.ch

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Alles für das Wohl der Tiere

Stiftung Tierbotschafter.ch

Nach einem gelungenen Start im Sommer 2012 sind die Tierbotschafter 2014 nochmals massiv gewachsen. Sowohl Spendeneinahmen wie auch die Unterstützung von Tierschutzprojekten haben stark zugenommen. Dank dem grossen ehrenamtlichen Engagement konnten die Tierschützerinnen der Tierbotschafter den Spendenzuwachs beinahe verdreifachen. Mit einer Zunahme der Projektunterstützungen von sagenhaften 389 % wurden vor allem nachhaltige Kastrationsprojekte von Strassentieren finanziert und damit vielen Tieren zu einem besseren Leben verholfen. Die junge Stiftung unterstützte 2014 drei Projekte von Einzelkämpfern oder Micro-Organisationen in der Schweiz und elf auf der ganzen Welt. Die zunehmende Bekanntheit und Publizität der Stiftung Tierbotschafter.ch bringt jedoch auch mehr Hilferufe von Tierschützern und zeigt den grossen Unterstützungs- und Handlungsbedarf.

Die Tierbotschafter helfen dort, wo andere kämpfen

Brigitte Post, Gründerin und Präsidentin der Stiftung sagt rückblickend: "Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Eines mit schmerzhaften Rückschlägen wie z.B. die Aufgabe des Eselgnadenhofs von Agnes & Peter in der Türkei. Auf der anderen Seite gab es viele Highlights und wir konnten als kleine Stiftung unglaublich viel bewirken. Wie die wegweisenden Kastrationsaktionen von Michèle in Taghazout/Marokko, die vorbildlichen und fortlaufenden Kastrationen der Strandhunde von Heike & Anja in Südthailand, unser Support bei der Kommunikation des Senkrechtstarters STARROMANIA (Schweizer TierAerzte für Rumänien von Dr. med. vet. Josef Zihlmann), die Unterstützung der Hornkuh-Petition (IG Hornkuh mit Initiant Armin Capaul) und die vielen weiteren grossen und kleinen Projekten rund um den Globus. Wir können mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken und danken all den Spendern, Paten und Supportern die diese Tierhilfe überhaupt ermöglichen. "

Der Name ist Programm

Der Name der Stiftung bringt es auf den Punkt: Die Tierbotschafter verbreiten Botschaften zum Wohl der Tiere und greifen Einzelkämpfern mit etablierten nachhaltigen Projekten unter die Arme. "Wir helfen dort, wo sonst niemand hilft", meint Brigitte Post, und formuliert das übergeordnete Ziel der Stiftung: "Mit nachhaltig wirkenden Kastrationsaktionen packen wir das Übel an der Wurzel. Auch wenn wir eine junge Stiftung sind, konnten wir schon das Leben unzähliger Tiere verbessern und Menschen in aller Welt Denkanstösse geben."

FACTS ZUR STIFTUNG TIERBOTSCHAFTER.CH

Projektunterstützungen

Wir unterstützen Einzelkämpfer und Mikroorganisationen mit eigenen bereits etablierten Tierschutzprojekten finanziell, mit Sachspenden, durch Vermittlung von Tierpaten und/ oder fachlichen Support im Bereich PR und Kommunikation. Das sind meist ausgewanderte Schweizer oder Deutsche, die eigentlich ihren Lebensabend geniessen wollten, dann aber ob dem Tierleid nicht wegschauen konnten und ein eigenes nachhaltiges Tierschutzprojekt aufbauten. Wir bauen keine eigenen Projekte auf, sondern unterstützen bestehende Tierschutzaktivitäten mit grossem Nachhaltigkeitsfaktor. Die Stiftung unterstützte 2014 drei Projekte in der Schweiz und elf auf der ganzen Welt. Detaillierte Projekt-Beschriebe auf http://www.tierbotschafter.ch/de/tierprojekte.html

Botschaften zum Wohl der Tiere

Wir unterstützen aber nicht nur bestehende Tierschutzprojekte von Einzelkämpfern, sondern sind eine Kommunikations-Plattform welche Botschaften zum Wohl der Tiere verbreitet. Und das weit über die Landesgrenzen und auch ohne Berührungsängste oder Konkurrenzdenken mit anderen bestehenden Organisationen. Die Tierbotschafter.ch haben z.B. ein Dokument für interessierte Tierschützer zusammengetragen, in dem verschiedene Studien, Fakten und Lösungsansätze zu finden sind, die als wissenschaftlich abgestützte Argumente gegen Vergiftungsaktionen und für eine nachhaltige, finanzierbare und erfolgversprechende Lösung der Streunerproblematik dienen können. Im Dokument "Kastrieren statt Töten" sind Fakten aufgeführt, dass das Töten der Streunertiere (Katzen und Hunde) das Problem keineswegs löst. Weder ist die Anzahl Streunertiere nach jahrelangen Massentötungen in verschiedenen Ländern weltweit zurückgegangen, noch sind es die damit verbundenen Tollwutfälle. Abgesehen von der Grausamkeit sind das Töten und der Unterhalt von Zufluchtsorten viel teurer als die konsequente Kastration aller Streuner- und Besitzertiere. Letztere müssen in die Kastrationsprojekte unbedingt miteinbezogen werden, da sie den Nachschub an Streunertieren "produzieren".

Die Menschen dahinter
Stiftungsrätinnen und Macherinnen der Stiftung Tierbotschafter.ch sind nebst der Gründerin Brigitte Post Magda Muhmenthaler, die als langjährige und praxiserprobte Tierschützerin (und Betriebswirtschafterin) viel Erfahrung im Tierschutz mitbringt und sich um die Projekte der Stiftung kümmert, und Esther Hiltpold, Betriebsökonomin und Mehrwertsteuerexpertin, die betriebswirtschaftliche und logistische Aspekte betreut. Das ehrenamtliche Dreierteam arbeitet effizient und transparent.

Die Tierbotschafter
Die total 33 Tierbotschafter präsentieren ihre persönlichen Botschaften auf Plakaten und tragen so den Stiftungsgedanken auch visuell weiter. Alle Tierbotschafter: http://www.tierbotschafter.ch/de/tierbotschafter.html

Ehrenamtlichkeit

Die Stiftung verfolgt keine kommerziellen Zwecke und erstrebt keinen Gewinn, sie ist zur Ausübung ihrer Tätigkeit auf Spenden angewiesen und untersteht der eidgenössischen Stiftungsaufsicht. Wir arbeiten alle ehrenamtlich und viele Menschen unterstützen uns. Sie arbeiten kostenlos im Bereich Grafik, Fotografie, Druck, Sekretariat, IT-Support oder engagieren sich finanziell, ideell oder als Tierbotschafter. Dies alles führt zur erfreulichen Situation, dass die Spendengelder direkt den Tieren zu Gute kommen und weder für Lohnkosten noch für externes Fundraising gebraucht werden.

Webseite: www.tierbotschafter.ch

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Hoffnung für traurigste Bären Europas

Albanisches Umweltministerium und VIER PFOTEN retten "Bier-Bär" Tomi

Zürich/Albanien, 1. September 2016 - Der "Bier-Bär Tomi wurde am Dienstag vom albanischen Umweltministerium und VIER PFOTEN beschlagnahmt. Er wurde vorübergehend in den Zoo Tirana gebracht. In wenigen Wochen wird er in den von VIER PFOTEN geführten BÄRENWALD Prishtina überführt. Das Umweltministerium will nun alles in seiner Macht Stehende tun, um das Leid aller Bären im Land zu beenden.
Der Bär Tomi musste bisher in einem feuchten Betonkäfig neben den Toiletten eines Restaurants in Ulza, einem Dorf rund 75 Kilometer nördlich von Tirana, leben und sich von Brot und Bier ernähren. Ein VIER PFOTEN Expertenteam hat Tomi vor Ort untersucht, geimpft und ihm einen Mikrochip implantiert. Tomi ist gemäss dem Bärenexperten von VIER PFOTEN, Carsten Hertwig, in einem sehr schlechten Zustand: "Seine Zähne sind stark beschädigt und er hat Verletzungen am Oberkörper. Es ist höchste Zeit, ihn aus dieser schlimmen Behausung herauszuholen. Wir freuen uns, dass das albanische Umweltministerium jetzt aktiv eingreift. Dass es so schnell handelt und Tomi konfisziert, ist hoffentlich nur der Anfang. Denn es leiden noch dutzende Bären in Albanien unter untragbaren Haltungsbedingungen. Und wir brauchen eine nachhaltige Lösung für alle Bären im Land."
Wie es mit Tomi weitergeht
Das VIER PFOTEN-Team und die Vertreter des Umweltministeriums brachten Tomi nach der Beschlagnahmung in den Zoo von Tirana. Hier wird der geschundene Bär übergangsweise bleiben. In wenigen Wochen wird er in den von VIER PFOTEN geführten BÄRENWALD Prishtina im Kosovo überführt. "Wir mussten Tomi erst einmal in Sicherheit bringen. Da wir ihn gechippt haben, können wir nun die Ausreisepapiere für ihn fertigstellen. Sobald wir alle Genehmigungen haben, bringen wir ihn nach Prishtina. Dort kann er in einem naturnahen grossen Gehege mit Gras, Bäumen und Beschäftigungsmöglichkeiten ein bärengerechtes Leben führen", so Hertwig. Neben Tomi sollen zwei weitere Bären, die unter schlimmen Bedingungen in Gefangenschaft gehalten werden, in Kürze nach Prishtina überführt werden.
Empfang im Tirana Zoo
Das Umweltministerium will nun alles in seiner Macht Stehende unternehmen, um die Qualen der Tiere schnellstmöglich zu beenden. Der stellvertretende Umweltminister Kledi Xhaxhiu nahm Tomi im Zoo Tirana erfreut in Empfang: "Wir sind glücklich darüber, dass VIER PFOTEN uns unterstützt, und dass der Zoo Tirana Tomi vorübergehend beherbergt, bis er in den BÄRENWALD Prishtina überführt werden kann. Wir werden nun in einem ersten Schritt alle Bären erfassen und diejenigen konfiszieren, die dringend Hilfe brauchen. Und wir arbeiten daran, die Gesetzgebung zur Haltung von Bären zu verschärfen. "
Im Rahmen des Kampagnenstarts vor zwei Wochen hatte VIER PFOTEN Recherchen veröffentlicht, die zahlreiche Fälle grausamer Misshandlung albanischer Braunbären aufzeigten. Um eine nachhaltige Lösung für die Bären sicherzustellen, hat VIER PFOTEN zudem eine Online-Petition (www.savethesaddestbears.com) ins Leben gerufen, die den albanischen Umweltminister Lefter Koka darin bestärken soll, ein generelles Verbot der grausamen Bärenhaltung zu erlassen sowie eine strengere Durchsetzung der geltenden Rechtsvorschriften bezüglich des Schutzes wildlebender Populationen zu gewährleisten. Die Petition wurde bereits von über 50'000 Menschen unterschrieben.

Webseite: www.vier-pfoten.ch

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Aufruf zur Schliessung von Tigerfarmen

Zum internationalen Tag des Tigers ruft der WWF die asiatischen Tigerstaaten zur Schliessung von Tigerfarmen auf, in denen die Raubkatzen für den illegalen Handel gezüchtet werden. Derzeit existieren mehr als 200 solcher Farmen mit bis zu 8000 Tigern in Ländern wie China, Laos, Vietnam und Thailand. In freier Wildbahn leben hingegen nur noch 3900 Tiger.

Den Aufruf startet der WWF anlässlich des morgigen "Tag des Tigers" (29. Juli) und nach der Schliessung des berüchtigten "Tigertempels" in Thailand. Dort wurde im Juni ein grausamer Fund gemacht: 137 lebende Tiger, 70 Tigerbabys in einem Kühlschrank und in Konservierungsgefässen sowie tausend Amulette aus Tigerhaut. Die Tigerbabys waren für den illegalen Handel bestimmt. Viele andere Tigerfarmen sind ebenso in den illegalen Handel mit Tigern und Tigerprodukten verwickelt. Sie kurbeln die Nachfrage nach Tigerprodukten an und unterminieren die Bemühungen der Staaten, die wild lebenden Tiger zu schützen. Nur Zoos mit artgerechter Haltung und Zuchtstationen für Naturschutzzwecke sollen von einer Schliessung ausgenommen werden, fordert der WWF.

Tigerfarmen können nicht von heute auf morgen geschlossen werden. Für die Tiere muss zuerst eine Bleibe gefunden werden. Weil sie sich bereits zu sehr an die Gegenwart der Menschen gewöhnt haben, ist eine Auswilderung nicht möglich. Der WWF ruft deshalb die internationale Staatengemeinschaft auf, den Ländern auch finanziell zu helfen, die ihre Tigerfarmen zu schliessen bereit sind.

Derzeit leben noch weniger als 3900 Tiger in freier Wildbahn. Erstmals seit 2010 ist die Zahl in einigen Tigerstaaten gestiegen. 13 asiatische Staaten hatten 2010 an der Konferenz in St. Petersburg beschlossen, die Zahl der wild lebenden Tiger in Asien bis 2022, dem nächsten Chinesischen Jahr des Tigers, auf mehr als 6000 Tiere zu verdoppeln.

Bilder: Anton Vorauer / WWF, WWF-Indonesia / Tiger Survey Team

Webseite: www.wwf.ch

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Schliessung des schlimmsten Zoos d. Welt

Zürich, 18. August 2016 - VIER PFOTEN wird die verbliebenen 16 Tiere in den kommenden Tagen aus dem Khan Younis Zoo in Gaza in ein neues Zuhause transferieren. Ihr bisheriges Leben, das von Futtermangel und ungenügender medizinischer Versorgung geprägt war, gehört damit bald der Vergangenheit an.
Nach langen Verhandlungen gibt es endlich grünes Licht für die Rettung der 16 verbliebenden Tiere im Khan Younis Zoo in Gaza. Die logistischen Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren, damit die Rettungsmission im "schlimmsten Zoo der Welt" so schnell wie möglich durchgeführt werden kann. "Das Aus für den Zoo bedeutet ein neues Leben für Tiger Laziz und die anderen Tiere, die bisher in desolaten Käfigen dahinvegetieren und unter Futtermangel und fehlender medizinischer Versorgung leiden mussten", erklärt der Einsatzleiter Dr. Amir Khalil.
Ein neues Leben für alle Tiere
Die meisten Tiere, darunter die beiden Schildkröten, die Stachelschweine und der Emu, sollen einen Platz in der jordanischen Schutzstation "New Hope Centre" bekommen. Die Station ist Teil der Organisation "Al Ma'wa for Nature and Wildlife", die von VIER PFOTEN und der Princess Alia Foundation ins Leben gerufen wurde. Da dort derzeit kein freies Gehege für eine Grosskatze zur Verfügung steht, hat Tiger Laziz eine etwas weitere Reise vor sich: Für ihn konnte ein Platz im VIER PFOTEN Grosskatzenrefugium LIONSROCK in Südafrika organisiert werden. Dort haben bereits über 100 andere Grosskatzen aus schlechten Haltungsbedingungen ein neues Zuhause gefunden. Nach einer Eingewöhnungsphase in einem Adaptionsgehege wird Laziz ein 1 Hektar grosses Gehege mit Grasflächen, Bäumen und Badeteich beziehen.
Der "Biss in die saure Zitrone" für die Tiere
Die von VIER PFOTEN vor kurzem ins Leben gerufene"Lemon Challenge" soll der Rettungsaktion zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen. Zahlreiche Tierfreunde haben bereits teilgenommen, indem sie in eine Zitrone gebissen, ein Video davon auf ihren Social Media Kanälen hochgeladen und Freunde zum Mitmachen und Spenden aufgefordert haben. "Um die Tiere aus dem schlimmsten Zoo der Welt zu retten und in ihr neues Zuhause transferieren zu können, helfen jeder Biss in die Zitrone und jede Spende", so Khalil.

Bilder: FOUR PAWS

Webseite: www.vier-pfoten.ch

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Der Tierschutz von morgen

Zürcher Tierschutz mit neuem Jugendprogramm

Zürich (ots) - Zum 160. Geburtstag lanciert der Zürcher Tierschutz im Juni 2016 ein neues Jugendprogramm. Das Ziel ist, Kinder und Jugendliche schon früh für den Schutz von Tieren und den Respekt vor Mitgeschöpfen zu sensibilisieren. Besonders stolz ist der gemeinnützige Verein auf seine neu erarbeiteten Programme wie die Tierschutzwoche im Sommer, den Heimtierworkshop für Eltern mit ihren Kindern und das Besuchsangebot im Tierheim für Schulen.

Der Zürcher Tierschutz investiert in die Zukunft und lanciert ein neues Programm für Kinder und Jugendliche. Ab Juni gibt es verschiedene Angebote rund um den Schutz von Heim-, Nutz- und Wildtieren.

Am 18. Juni findet ein erster Heimtierworkshop für Eltern mit tierbegeisterten Kindern statt. Er bietet Antworten auf viele Fragen der Heimtierhaltung. Für junge Tierfans wird die Tierschutzwoche in der letzten Ferienwoche ein Highlight.

Für Schulklassen werden drei Angebote für 3.-6.-Klässler lanciert. Auf Anfrage lassen sich die Programme für Unterstufen und Kindergarten anpassen.

1. Tierheimbesuch: Wer bewohnt das neue Zürcher Tierhaus? Diese und viele andere spannende Fragen rund ums Tierheim und Heimtiere werden den Schülern spielerisch näher gebracht. Zudem wird ein respektvoller Umgang mit dem Tier vermittelt.

2. Schulbesuch «Nutztiere»: Ab Herbst 2016 berichtet der Zürcher Tierschutz im Schulzimmer, woher Fleisch, Milch und Eier stammen. Welche tierischen Leistungen vollbringen Nutztiere und wie kann ihr Los verbessert werden?

3. Schulbesuch «Hund»: Welche grundlegenden Ansprüche stellen Hunde und andere Heimtiere und wer trägt die Verantwortung? Ein Hund begleitet den Zürcher Tierschutz beim Schulbesuch.

Bild: "obs/Zürcher Tierschutz"

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Rettung des einzigen Zirkusbären Polens

Zürich, 06. Juli 2016 - Nachdem Bär Baloo jahrelang unter furchtbaren Haltungsbedingungen leben und Tricks zur Unterhaltung der Zuschauer im polnischen Zirkus "Vegas" vorführen musste, konnte nun ein Team von VIER PFOTEN und der polnischen Tierschutzorganisation Viva! endlich eingreifen und den einzigen Zirkusbären Polens retten. Das Team kam gestern Früh in Pawlowice an und konnte den Bären nach seiner Konfiszierung durch die Polizei übernehmen und vorübergehend in den Zoo Poznan bringen.

Baloo musste sein Dasein in einem winzigen Käfig mit einem kleinen Aussenbereich fristen. Während seiner Auftritte konnten ihn Besucher zur Belustigung mit Fast Food füttern. Glücklicherweise war der Zirkusbesitzer kooperativ und die Konfiszierung sowie der Transfer des Bären und einiger anderer betroffener Tiere (ein Kaiman und einige Schildkröten) verlief gut. Baloo ist jetzt vorerst sicher im Zoo Poznan, einem Kooperationspartner von VIER PFOTEN, untergebracht. Dort steht allerdings nicht ausreichend Platz zur Verfügung um dem Bären ein permanentes Zuhause zur Verfügung zu stellen. VIER PFOTEN und Viva! setzen sich deshalb bei den zuständigen Behörden dafür ein, dass Baloo in den von VIER PFOTEN geführten BÄRENWALD Müritz in Deutschland überstellt werden darf. Carsten Hertwig, Bärenexperte bei VIER PFOTEN: "Wir versuchen die bestmögliche Lösung für Baloo zu finden und bieten ihm deshalb gerne einen Platz in unserem BÄRENWALD Müritz an. Dort hätte er endlich die Chance in einer naturnahen Umgebung zu leben."

Wildtiere gehören nicht in den Zirkus

VIER PFOTEN arbeitet eng mit der polnischen Tierschutzorganisation Viva! zusammen, die alle nötigen rechtlichen Schritte für die Konfiszierung und das noch folgende Gerichtsverfahren organisiert hat. Obwohl es in Polen kein generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus gibt, hat der Zirkus "Vegas" dennoch gegen einige Tierschutz- und Sicherheitsvorschriften der polnischen Gesetze verstossen. Anna Plaszczyk von Viva! erklärt: "Baloo lebte bereits seit Mai 2014 unter sehr schlechten Bedingungen in einem winzigen Käfig. Er bekam kein geeignetes Futter und medizinische Versorgung. Ausserdem entsprach der Käfig nicht den vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften. All diese Faktoren sollten ausreichen um zu erwirken, dass der Zirkus auch in Zukunft keine Bären mehr halten darf. Doch bis ein solcher Beschluss tatsächlich vorliegt, können noch bis zu zwei Jahre vergehen."

Neues Zuhause im Bärenwald Müritz

Der BÄRENWALD Müritz gibt seit 2006 Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause. Das Schutzzentrum bietet den Tieren einen Lebensraum, der ihren natürlichen Bedürfnissen so gut als möglich entspricht: eine abwechslungsreiche Landschaft mit Wald, Wiesen, Lichtungen, Hängen und natürlichen Gewässern - optimale Bedingungen für Braunbären, um ihre natürlichen Instinkte wiederzuentdecken. Derzeit leben in Müritz 16 Bären auf einer insgesamt 16 Hektar grossen Aussenanlage.

Kooperation in Polen weiterhin nötig

VIER PFOTEN setzt sich bereits seit 2011 für eine Verbesserung der Bärenhaltung in Polen ein. Damals rettete die internationale Tierschutzorganisation drei Tiere aus katastrophalen Haltungsbedingungen und überstellte sie in den BÄRENWALD Müritz. 2013 startete VIER PFOTEN eine Kooperation mit dem Zoo Poznan um ein artgemässes Zuhause für drei weitere Bären aus illegalen Haltungsbedingungen zu errichten. Im Herbst 2016 wird schliesslich die Erweiterung des grossen Aussengeheges im Zoo Poznan fertiggestellt und dadurch auch noch allen vier Bären aus dem Mini-Zoo Braniewo einen Platz bieten. Zwei von ihnen wurden bereits im April 2016 von VIER PFOTEN nach Poznan überstellt. Eine weitere Bewohnerin des Zoos Poznan ist die Bärenwaise Cisna, die Anfang April in den Bergen im Südosten Polens gefunden wurde. VIER PFOTEN wird sich auch weiterhin für bessere Haltungsbedingungen von misshandelten Bären in Polen einsetzen und die medizinisch Versorgung der geretteten Tiere unterstützen.

Webseite: www.vier-pfoten.ch

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Viel Stress für Tiere

Tierausstellungen 2015

Zum dritten Mal besuchten und bewerteten Fachleute des Schweizer Tierschutz STS im vergangenen Jahr mehrere nationale und regionale Tierausstellungen. Während einzelne Messeveranstalter in den Vorjahren geäusserte Kritikpunkte aufnahmen und Verbesserungen zugunsten der Tiere umsetzten, besteht bei anderen Ausstellungen weiterhin klarer Tierschutz-Handlungsbedarf.

Besucht wurden im Laufe des Jahres 2015 dreizehn Tierausstellungen, darunter grosse Messen von nationaler Bedeutung, eine regionale Kaninchenausstellung, drei Reptilienbörsen, zwei Hunde- und eine Katzenausstellung. Zu sehen und zu bestaunen gab es dauernd angebundene Rinder und Ziegen, tagelang in Minikäfigen eingesperrte Nager, Kaninchen und Vögel, Reptilien in kleinen Plastikboxen und exzessiv und würdelos gestylte Hunde und Katzen. Nur an wenigen Orten wird dem interessierten Besucher eine beispielhafte, artgemässe Tierhaltung präsentiert.

Weder zeitgemäss noch tiergerecht
An der Tier&Technik in St.Gallen, der BEA in Bern und der OLMA St.Gallen wurden Kühe während der gesamten, jeweils mehrtätigen Ausstellungsdauer angebunden gehalten. Bei der Tier&Technik gilt dies auch für Ziegen und Schafe. Zeitgemäss ist die Anbindehaltung von Nutztieren nicht. Und tiergerecht schon gar nicht.
An Reptilienbörsen werden Tiere, oftmals in viel zu kleinen und allseitig einsehbaren Behältern, nicht nur ausgestellt, sie können auch erworben werden. Das verleitet zu Spontankäufen mit ungewissem Ausgang. Rund 2400 Vögel wurden an der SwissBird in Zofingen präsentiert. Die Mehrheit von ihnen verbrachte die Ausstellungstage in extrem kleinen, nicht vogelkonformen Käfigen und manche zeigten deutliche Anzeichen von Angst und Stress. Die Schweizerische Rammlerschau in Sempach erlebten mehr als 4200 Kaninchen in endlos langen Reihen von Käfigen in Einzelhaft.
Neben dem bekannten, übertriebenen Zurechtmachen der Tiere, sowohl an Hunde- wie auch an Katzenausstellungen, wurden weiterhin Extremzuchten ausgestellt. Hunde wurden mit gesetzlich verbotenen Würgeleinen und -halsbändern im Vorführring herumgezerrt.

Tiere während der Ausstellungstage
Der Schweizer Tierschutz STS wendet sich nicht grundsätzlich gegen Ausstellungen mit Tieren, fordert aber eine tierfreundliche Haltung, ausreichend Platz und Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere. Der STS kritisiert vehement die gesetzlichen Ausnahmeregelungen, die es den Ausstellern erlauben, Tiere während Tagen unter Bedingungen zu präsentieren, die die üblicherweise geltenden Mindestanforderungen der Tierschutzverordnung unterschreiten. Wo Tiere länger als einen Tag ausgestellt werden, sind aus Tierschutzsicht mindestens die gesetzlichen Minimalvorschriften einzuhalten.

Webseite: www.tierschutz.com
Kontakt: sts@tierschutz.com

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Wolfsrudel im Wallis gefährdet

Pro Natura und der WWF Schweiz erachten die am Dienstag erteilte Abschussbewilligung des Kanton Wallis für einen Wolf als nicht rechtens. Der Kanton darf in diesem Fall keine Bewilligung im Alleingang erteilen, da höchstwahrscheinlich mit Welpen und damit mit dem dritten Wolfsrudel der Schweiz gerechnet werden kann. Einen Abschuss eines Elternteils in dieser kritischen Phase würden die Jungtiere nicht überleben. Die beiden Naturschutzverbände reichen deshalb Beschwerde gegen die vorliegende Abschussbewilligung ein und verlangen aufschiebende Wirkung.

Der Kanton Wallis hat am Dienstag den Abschuss eines Einzelwolfes verfügt. Es ist aber höchst wahrscheinlich, dass die seit vergangenem Jahr als Paar lebenden Wölfe F14 und M59 ein Rudel gebildet haben. Damit wäre – gemäss geltendem Wolfskonzept – das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und nicht mehr der Kanton Wallis für die Abschussbewilligung zuständig. Der Kanton Wallis selbst hat in der Augstbordregion die Präsenz von zwei läufigen Weibchen und einem Männchen nachgewiesen.

Das Wolfskonzept empfiehlt in der Zeit vom 1. April bis 31. Juli «(...) auf einen Abschuss grundsätzlich [zu verzichten].». Das hat biologische Gründe: In diesem Zeitraum sind die Wolfsjungen noch in der Wurfhöhle; sie nachzuweisen ist ohne Störung unmöglich. Der Abschuss der Wolfsmutter oder des Wolfsvaters in dieser Zeit würde den sicheren Tod der Jungtiere bedeuten. Pro Natura und der WWF Schweiz verlangen, dass diesem Umstand bei so deutlichen Anzeichen für eine Rudelbildung Rechnung getragen wird.

Pro Natura und der WWF reichen deshalb heute Beschwerde gegen die Abschussbewilligung für einen Wolf ein und verlangen die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung.

Der Wolfsbestand in der Schweiz steht noch auf unsicheren Beinen. Das mögliche dritte Rudel im Wallis ist wichtig für das Überleben der Wölfe in der Schweiz. Ausserdem zeigt das Beispiel des Calandarudels, dass eine Rudelbildung nicht zu einer Zunahme der Schäden führt, da der Erfolg bei der Jagd auf Wildtiere im Rudel grösser ist. Pro Natura und der WWF Schweiz fordern den Kanton Wallis auf, sich auf die Umsetzung der Herdenschutzmassnahmen zu konzentrieren, und verlangen von Herrn Staatsrat Melly, während der kritischen Periode keinen Wolf schiessen zu lassen.

Bild: WWF/Zimen E. Wolf

Webseite: www.wwf.ch

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Tatort Internet

VIER PFOTEN nimmt Online Tieranzeigen in der Schweiz unter die Lupe Kampagne "Tatort Internet": Zusammenarbeit mit Online-Plattformen für Kleinanzeigen

Zürich, 27. Juni 2016 - Der Tierhandel im Internet boomt. Weil auf Schweizer Kleinanzeigen-Plattformen viel Betrug geschieht, ist VIER PFOTEN im Rahmen der neuen Kampagne "Tatort Internet" mit den Marktführern anibis.ch und tutti.ch im Gespräch, um umfassende Sicherheitsmassnahmen zu fördern. Dadurch sollen die in den Anzeigen angebotenen Tiere genauso wie die Konsumenten geschützt werden.

Immer mehr Menschen in der Schweiz kaufen Tiere über Online-Plattformen. Gleichzeitig häufen sich Betrugsfälle und Fälle von Tierquälerei im Zusammenhang mit dem Internet-Tierhandel. Zum Start der neuen Kampagne "Tatort Internet" hat VIER PFOTEN bei den Online-Plattformen tutti.ch, anibis.ch und preso.ch nachgefragt, wie ihre Policy für Tieranzeigen lautet und was sie konkret unternehmen, um Missbrauch und Kriminalität vorzubeugen. Fazit: Die führenden Schweizer Kleinanzeigen-Plattformen haben das Problem erkannt und versuchen mit verschiedenen Massnahmen, die Flut von unseriösen Angeboten auf ihren Seiten einzudämmen. "Mit den grossen Plattformen tutti.ch und anibis.ch ist VIER PFOTEN im konstruktiven Gespräch, um möglichst umfassende Sicherheitsmassnahmen zu etablieren", so Lucia Oeschger, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Schweiz.

Massnahmen sollen Tiere und Konsumenten schützen

"Wir haben einen sehr konkreten Massnahmenkatalog ausgearbeitet, den wir den Plattformen vorgelegt haben", so Oeschger. "Anhand der Antworten kann man erkennen, wie ernst die Unternehmen sowohl Tier- als auch Konsumentenschutz nehmen." Die Massnahmen beinhalten die genaue Überprüfung der Verkäufer, verpflichtende Angaben zum Tier selbst wie etwa Informationen über die Gesundheit, das exakte Alter etc. sowie eine genaue Auflistung aller Tiere, die nicht verkauft werden dürfen. Zu letzteren gehören etwa Primaten, zahlreiche Wildtiere, trächtige sowie zu junge Tiere.

Die Konsumenten sollen laut VIER PFOTEN mit dem Vergleich der Plattformen eine gewisse Orientierung und ein Bewusstsein bekommen, welche Überlegungen im Zusammenhang mit Tierschutz, aber auch mit Betrugsbekämpfung wichtig sind. "Wir können leider nicht verhindern, dass Tiere in der Schweiz oder sonst wo online erworben werden. Es ist uns aber wichtig, dass Tiere nicht einfach als Ware, sondern als fühlende Wesen gesehen werden. Die Leute müssen wissen, dass hier extrem viel Missbrauch passiert", so Oeschger.

Recherchen in 10 Ländern fördern viele Betrugsfälle zutage

Für die internationale Kampagne "Tatort Internet" hat VIER PFOTEN Recherchen in zehn Ländern durchgeführt. Auch in der Schweiz waren Käufer immer wieder mit Betrugsfällen konfrontiert; oft starb das neu erworbene Tier nach wenigen Tagen oder Konsumenten haben durch einen solchen Kauf beträchtliche finanzielle Schäden aufgrund von Tierarztkosten erlitten. "Es gibt unzählige Probleme", fasst es Oeschger zusammen. "Mangelnde Beratung, dubiose Quellen und Tierquälerei sind aber die gravierendsten."

Abschliessend möchte VIER PFOTEN noch darauf hinweisen, dass auch Tierheime oftmals eigene Webseiten haben, auf denen Interessenten nach tierischen Gefährten suchen können. Unzählige Tiere warten dort auf liebevolle Besitzer. VIER PFOTEN empfiehlt generell, sich bei der Anschaffung eines Tieres zuerst an die überfüllten Schweizer Tierheime zu wenden.

Bildquelle: ©VIER PFOTEN

Webseite: www.vier-pfoten.ch

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Grösster Meeresschutzpark in Malaysia

Die Regierung des Bundesstaates Sabah in Malaysia hat den Entscheid für den grössten Meerespark gefällt. Der WWF begleitete den "Tun Mustapha Park" von Beginn weg und unterstütze ihn finanziell. Das Schutzgebiet unterscheidet sich von anderen Meeresparks, indem es die dort lebenden Menschen von Anfang an ins Management integrierte.

Sabahs Regierung hat heute ihren Entscheid zu einem neuen Meeresschutzgebiet gefällt. Der Park heisst "Tun Mustapha Park" und ist der grösste Meerespark Malaysias. Er umfasst 50 Inseln und eines der weltweit vielfältigsten Ökosysteme mit Korallenriffen, Mangrovenwäldern, Seegrasgebieten und wichtigen Fischgründen. Zudem ist er Heimat für 80'000 Menschen entlang der Küsten und auf den Inseln.

Der WWF freut sich über den Entscheid der Regierung von Sabah. "Sie schafft damit die Voraussetzungen, die grosse marine Vielfalt des Gebiets für die kommenden Generationen zu erhalten", sagt Alice Eymard-Duvernay, zuständig für Internationale Projekte beim WWF Schweiz.

Seit dem Jahr 2003 hat der WWF die Vorarbeiten zum Park begleitet und finanziell unterstützt. "Besonders wichtig war uns, dass die lokale Bevölkerung von Beginn an in das Parkmanagement mit einbezogen wurde und noch immer ist. Das erhöht die Akzeptanz und gibt den Menschen neue Perspektiven", ergänzt Eymard-Duvernay. In mehreren Pilotprojekten wurden lokale Schutzgebiete aufgebaut, die von eigens dafür ausgebildeten lokalen Parkrangern kontrolliert werden. Ausserdem werden in den Dörfern Projekte für alternative Einkommensquellen erarbeitet. "Bei dieser Parkgrösse ist es unabdingbar, dass der Schutzpark von allen Beteiligten getragen wird und sie seinen Gewinn erkennen", sagt Eymard-Duvernay. Der WWF wird den Park auch in Zukunft weiter unterstützen und gegen allfällige Förderpläne von Öl und Gas verteidigen.

Fakten & Zahlen Zum "Tun Mustapha Park":

- Grösster Meerespark Malaysias und einer der grössten im gesamten Korallendreieck.

- Fläche: Knapp 1 Million Hektaren, was etwa einem Viertel der Fläche der Schweiz entspricht.

- Geografische Lage: Vor der Küste der Nordspitze Borneos (Bundesstaat Sabah, Malaysia) im Korallendreieck.

- Der Park ist Heimat für mehr als 250 Hartkorallen- und rund 360 Fischarten, für bedrohte Meeresschildkröten, Dugongs, Delfine, Walhaie, wichtige Primär- und Magrovenwälder und Seegraswiesen.

- Beispiele von Pilotprojekten für alternative Einkommensquellen sind: Aufforstung von Mangrovenwäldern, Zucht von Seegurken, Unterbringung von Reisenden in einfachen Unterkünften oder die Herstellung von Flechthandwerkprodukten.


Webseite: www.wwf.ch

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Löwen in der Manege - Nein Danke

Zürich 14. April 2016 - Anlässlich des Welt-Zirkus-Tages vom kommenden Samstag machen die Tierschutzorganisationen ProTier - Stiftung für Tierschutz und Ethik, VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz und Stiftung für das Tier im Recht (TIR) mit der Lancierung einer Petition darauf aufmerksam, dass Wildtiere in Zirkusbetrieben unter völlig ungeeigneten Bedingungen leben müssen. Die Tiere können auf Tournee kein artgemässes Leben in Würde führen und leiden unter permanentem Stress. Viel zu kleine Gehege und ständige Standortwechsel sind nur zwei Faktoren, welche die Wildtierhaltung im Zirkus inakzeptabel machen.

Die Zirkussaison ist angelaufen, und mit ihr entfacht sich einmal mehr die Diskussion um die Frage: sind Wildtiere in der Manege noch vertretbar? Erfreulicherweise verzichtet der Zirkus Knie seit diesem Jahr auf seine Elefantendressurnummer. Dieser aus Tierschutzsicht begrüssenswerte Entscheid wird aber durch einen neuen Trend getrübt. Nach jahrelanger Abstinenz haben nun Grosskatzen unfreiwillig den Weg zurück in die Manege gefunden. Aktuell führen gleich zwei Schweizer Zirkusunternehmen Löwen mit. Bei Zirkus Royal sind es sieben Löwinnen und bei Zirkus Gasser-Olympia GO vier weibliche Tiere und ein Männchen. Dies bedeutet für den Tierschutz einen grossen Rückschritt in seinen Bemühungen um den Schutz des Wohlergehens und der Würde von Tieren. Nathalie Dubois, Geschäftsführerin von ProTier - Stiftung für Tierschutz und Ethik, hält fest: "Wildtiere im Zirkus, seien es Grosskatzen oder andere Arten, sind heute einfach nicht mehr zeitgemäss und aus ethischer Sicht ganz klar nicht vertretbar".

Petition fordert Wildtierverbot für Zirkusse

Unter Zirkusbedingungen werden sowohl das Wohlergehen als auch die in der Schweiz ausdrücklich geschützte Würde von Tieren allein zum Zweck menschlicher Unterhaltung schwer beeinträchtigt. Zahlreiche Länder - 19 davon in Europa - kennen bereits Verbote oder weitgehende Beschränkungen für Wildtiere im Zirkus. Es ist höchste Zeit für einen zeitgemässen Zirkus auch in der Schweiz, ohne unfreiwillige tierische Artisten in der Manege. Die drei Tierschutzorganisationen haben daher die Petition "Keine Wildtiere im Zirkus" lanciert. Diese fordert ein klares Wildtierverbot für Zirkusse in der Schweiz.

Das Tourneeleben bedeutet Stress pur für die Tiere

Ein fahrender Zirkus kann auf die Bedürfnisse von Tieren, besonders aber von Wildtieren, schlicht keine Rücksicht nehmen; enge Käfige, wiederholte Standortwechsel und der damit verbundene Auf- und Abbau bedeuten für die Tiere Stress und andauernden Bewegungsmangel. Sie verbringen viel Zeit in beengten Transportwagen, inmitten lärmiger Umgebung, Rückzugs- und Beschäftigungsmöglichkeiten fehlen. Zum Ausleben natürlicher Bedürfnisse wie Klettern, Graben oder Schwimmen ist kein Platz. Studien belegen, dass die Wildtierhaltung im Zirkus vermehrt Stereotypien zur Folge hat, wie zum Beispiel monotones Hin- und Herlaufen entlang der Gitterstäbe. Aber auch die Auftritte in der Manege sind keine verhaltensgerechte Beschäftigung. Für Vanessa Gerritsen, stellvertretende Geschäftsleiterin der Stiftung für das Tier im Recht, ist klar: "Zweifelhafte Dressurmethoden verletzen die Würde der Tiere ebenso wie die unnatürlichen und oft erniedrigenden Kunststücke, die die Tiere vorführen müssen".

Gesetzlich erlaubte Tierquälerei

Die im letzten Jahr neu in Kraft getretene Verordnung des BLV über die Haltung von Wildtieren gestattet Zirkusbetrieben, ihre Tiere im Vergleich zur Haltung im Zoo in bis zu 30 Prozent kleineren Käfigen und Gehegen zu halten. Und selbst diese Mindestforderungen dürfen zeitweise noch unterschritten werden, wenn es der Standort nicht anders zulässt. Diese Ausnahmeregelung ist für die Tierschutzorganisationen absolut nicht nachvollziehbar und stellt für sie eindeutig Tierquälerei dar. Julie Stillhart, Länderchefin von VIER PFOTEN Schweiz, führt aus: "Gerade für Grosskatzen bedeutet ein Leben auf Tournee eine massive Einschränkung ihrer natürlichen Bedürfnisse. Löwen in menschlicher Obhut benötigen sehr grosse und reich strukturierte Gehege, was kein Zirkus bieten kann!"

Sogar der Bundesrat hat Zweifel

Auf die von Nationalrätin Isabelle Chevalley im März 2015 eingereichte Motion "Festlegung der in Zirkussen zulässigen Tierarten" reagierte der Bundesrat abschlägig. Allerdings hielt er in seiner Stellungnahme vom Mai letzten Jahres fest, dass immer mehr Schweizer Zirkusse darauf verzichten würden, Tiere wie Nashörner, Bären oder grosse Raubkatzen auf Tournee mitzunehmen und fügte weiter an: "In der Tat ist es fast unmöglich, Tiere dieser Tierarten auf Tournee so zu halten, dass die Tierschutzvorschriften erfüllt sind; dies wäre zu kostenaufwendig und schwer realisierbar." Die Motion ist aktuell im Nationalrat hängig. Immer mehr Zirkusbetriebe weltweit arbeiten erfolgreich ohne Wildtiervorführungen. Es ist zu hoffen, dass die Schweiz diesem Beispiel in naher Zukunft folgen wird.

Webseite: www.vier-pfoten.ch
Kontakt: office@vier-pfoten.ch

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Tierhilfe International

Sei ein wahrer Held - für Tiere in Not!

Mach' es wie Kampfsportler, Schauspieler und Bergsteiger Ralf Seeger und helfe konkret!

Nicht Reden, sondern Handeln zählt! Bewege etwas und unterstütze den Verein!

Zweck des Vereins ist der Schutz des Tieres und dieses vor psychischen und physischen Schäden zu bewahren. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Der Verein für Tierhilfe arbeitet international und wird überall dort tätig, wo das Tier in Not ist. Der Verein konzentriert sich nicht auf einzelne Personen, Örtlichkeiten oder Länder. Er setzt da an, wo Tiere in Not sind.

Webseite: www.heldenfuertiere.de
Kontakt: ralf.seeger@yahoo.de

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Tiere brauchen Hilfe

Um 1840 entstand in Bern der erste Tierschutzverein. 1861 wurde der Schweizer Tierschutz STS ins Leben gerufen, damals unter dem Namen «Schweizerischer Centralverein zum Schutz der Tiere». Der Schweizer Tierschutz ist somit die älteste national tätige Tierschutzorganisation der Schweiz. Oberstes Organ des Schweizer Tierschutz STS ist die Delegiertenversammlung seiner Sektionen. Geleitet wird der STS von einem 13-köpfigen Zentralvorstand, der ehrenamtlich tätig ist. Der Zentralvorstand ist für die strategische Führung des Verbandes zuständig.

Die Sektionen des Schweizer Tierschutz STS sind praktisch in allen Kantonen der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein tätig. Aufgrund dieser breiten Verankerung kann der Schweizer Tierschutz STS seine Aufgaben auf nationaler und internationaler Ebene mit Nachdruck wahrnehmen.

Der Schweizer Tierschutz STS ist Mitglied der World Society for the Protection of Animals WSPA. Der Schweizer Tierschutz STS ist auch Mitglied der Eurogroup for Animals, einer Vereinigung der grossen nationalen Tierschutzorganisationen Europas, sowie der Fur Free Alliance.

Der Schweizer Tierschutz STS wird zum grössten Teil durch finanzielle Beiträge seiner GönnerInnen getragen. Eine eigentliche Mitgliedschaft kennt der Schweizer Tierschutz STS ausschliesslich für Tierschutzvereine oder –verbände, nicht aber für juristische und natürliche Personen.

Webseite: www.tierschutz.com
Kontakt: sts@tierschutz.com

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Engagiert für Tiere

Profil

tierschutz.ch ist eine Stiftung nach Schweizer Recht, die finanzielle Unterstützung für Organisationen, Institutionen und Projekte leistet, die den Schutz und das Wohl der Tiere nachweislich und nachhaltig fördern. Mit der tierdatenbank.ch für vermisste, gefundene und heimatlose Tiere führt die Stiftung zudem ein eigenes Projekt.

Zahlreiche Tierschutzorganisationen und tierschutzorientierte Institutionen engagieren sich für Tiere. Sie bauen und betreiben Tierheime und Auffangstationen, leisten Aufklärungsarbeit und erforschen die Bedürfnisse von Tieren. Sie sorgen für die Verbesserung von Situationen bei Tieren, die sich in menschlicher Obhut befinden oder in Freiheit leben. Engagieren Sie sich für den Schutz und das Wohl der Tiere und benötigen Unterstützung? Auf der Seite Projekte finden Sie Informationen und Formulare für eine Gesuchsstellung an die tierschutz.ch-Stiftung.

Die Stiftung

Die tierschutz.ch-Stiftung wurde am 25. Juli 2011 gegründet. Mit Unterstützungsbeiträgen an gemeinnützige Tierschutzorganisationen, tierschutzorientierte Institutionen und Projekte fördert sie den Schutz der Tiere in menschlicher Obhut und in ihren angestammten Lebensräumen. Mit der tierdatenbank.ch für vermisste, gefundene und heimatlose Tiere führt die Stiftung zudem ein eigenes Projekt.

Im Weiteren hat sich die Stiftung zur Aufgabe gestellt, die Öffentlichkeit über die Bedeutung und den ethischen Wert des Schutzes von Tieren und der damit verbundenen Fragen aufzuklären, alle berechtigten Interessen des Tierschutzes zu fördern und zu bewahren und durch Vorschläge und Aufklärung bei Behörden, Unternehmungen und Privaten die gebührende Berücksichtigung des Tierschutzes zu erreichen, ohne auf die Schweiz beschränkt zu sein.

Webseite: www.tierschutz.ch
Kontakt: info@tierschutz.ch

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Erfolg im Artenschutz

Wieder 400 Iberische Luchse

«Dies ist eine sehr gute Nachricht für den Artenschutz und sie zeigt, dass Schutzmassnahmen in verhältnismässig kurzer Zeit positive Auswirkungen haben können» meint Martina Lippuner, Mediensprecherin beim WWF Schweiz. «Wir sind zuversichtlich, dass sich der Bestand der Iberischen Luchse wieder erholt».

Iberische Luchse kommen in fünf verschiedenen Gebieten auf der Iberischen Halbinsel vor, vier davon befinden sich in Spanien und eines in Portugal. Immer wieder fallen sie Autounfällen zum Opfer: In den letzten drei Jahren sind so 51 Luchse gestorben. Neben dem Verkehr ist auch ein Rückgang ihres Hauptbeutetiers ein Problem: Die Wildkaninchenpopulation in den Luchsgebieten ist wegen einer Viruserkrankung in den letzten Jahren um 50 Prozent zurückgegangen.

Die Förderung von Wildkaninchen ist deshalb auch eine der Massnahmen des Life+ Iberlince Programmes, welches die EU in Zusammenarbeit mit dem WWF und anderen Partnern durchführt. Weitere Massnahmen sind die Aufwertung des Lebensraums der Luchse, der Kampf gegen die Wilderei und die gezielte Umsiedlung einzelner Luchse, um der genetischen Verarmung vorzubeugen.

Kontakt: Martina Lippuner, Mediensprecherin WWF Schweiz, 044 297 23 14

Bild 1: 28'4'12 © Iberian Lynx exsitu conservation programme
Bild 2: Montes de Toledo release 2014 © Luis Suarez WWF Spain

Webseite: www.wwf.ch
Kontakt: service@wwf.ch

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Hilfe für Albaniens Braunbären

Kooperation besiegelt

Absichtserklärung im BÄRENWALD Prishtina in Kosovo unterschrieben

Zürich, 24. März 2016 - Der albanische Umweltminister Lefter Koka und VIER PFOTEN Präsident Heli Dungler haben am vergangenen Wochenende eine Absichtserklärung unterschrieben. Gemeinsam wird man an einer nachhaltigen und tierschutzgerechten Lösung für die in Albanien vor allem für Profit- und Unterhaltungszwecke missbrauchten Braunbären arbeiten.

Während die illegale Privathaltung von Bären im Kosovo bereits vor drei Jahren beendet werden konnte, leiden im Nachbarland Albanien noch immer zahlreiche Bären unter grausamen Bedingungen. Ihre Situation wird sich dank der vom albanischen Umweltminister Lefter Koka und VIER PFOTEN Gründer Heli Dungler unterschriebenen Absichtserklärung bald bessern. Heli Dungler ist zuversichtlich: "In Albanien fristen noch immer schätzungsweise bis zu 80 Bären ein Leben in Gefangenschaft. Wir freuen uns, dass wir der albanischen Regierung nun unsere Unterstützung und langjährige Erfahrung anbieten können und hoffen, dass wir mit vereinten Kräften die Situation der Bären im Land verbessern. Unser langfristiges gemeinsames Ziel ist die vollständige Beendigung der grausamen Privathaltung von Bären, ebenso wie wir sie im Kosovo erreichen konnten."

Verschärfter Strafvollzug für Privathaltung von Braunbären
Der wildlebende Braunbär ist in Albanien bereits gesetzlich geschützt, doch werden Vergehen meist nicht oder nur mit sehr geringen Geldstrafen geahndet. Weiterhin gibt es keine offiziellen Angaben über die tatsächliche Zahl der Bären in Gefangenschaft und es mangelt an artgemässen Unterbringungsmöglichkeiten für Wildtiere aus schlechter Haltung. In einem ersten Schritt soll daher der Strafvollzug verschärft, ein Registrierungssystem für Braunbären in Gefangenschaft und ein Konzept für ein Bärenrettungszentrum erarbeitet werden. Zudem soll das bereits bestehende Gesetz zum Schutz der heimischen Fauna um ein Verbot aller Formen der grausamen Privathaltung ergänzt werden. Die tierquälerischen Praktiken sind jedoch nicht das einzige Problem: Fast alle privat gehaltenen Bären in Albanien wurden illegal in der Wildnis als Jungtiere eingefangen. Dadurch ist auch die wildlebende Population, die sich derzeit nur mehr auf rund 250 Tiere beläuft, stark gefährdet.

Bären in Ketten für den Tourismus
Die meisten privat gehaltenen Bären werden für Profit- und Unterhaltungszwecke eingesetzt. Lefter Koka, Umweltminister von Albanien kennt das Problem: "Zuerst wollen wir uns auf die grausamsten Fälle konzentrieren. Es gibt viele Bären, die als Touristenattraktion missbraucht werden, zum Beispiel in kleinen Käfigen neben Restaurants, an Stränden oder bei Sehenswürdigkeiten. Wir wollen das Image Albaniens als verantwortungsvolle Tourismusdestination stärken, in der Tierquälerei keinen legitimen Platz hat." In Käfigen oder an Ketten vegetieren sie in der Nähe von Restaurants und Hotels oder in Hinterhöfen vor sich hin, oder sie müssen an Stränden und in Fussgängerzonen als „Fotorequisiten“ für Touristen herhalten. Die Bären werden dabei häufig mit Ketten an der Nase fixiert, um leichter von ihren Besitzern kontrolliert werden zu können.

Ausbau des BÄRENWALD Prishtina
Derzeit leben 16 Bären im BÄRENWALD Pristhtina auf einer Fläche von insgesamt 5 Hektar. In der kommenden dritten Bauphase werden die bereits bestehenden Gehege vergrössert und mit zusätzlichen Beschäftigungsmöglichkeiten für die Bären ausgestattet. Es wird ausserdem ein neues, grosses Gehege geschaffen. Ein neues Besucher- und Bildungszentrum soll zudem helfen, das öffentliche Bewusstsein für Tierschutz-Thematiken und Artenschutz weiter zu fördern.

Kosovo - best practice
Die Feier der Grundsteinlegung im BÄRENWALD fand am 19. März statt: An diesem Tag wurde vor drei Jahren die "Restaurant-Bärin" Kassandra von VIER PFOTEN gerettet - sie war die erste Bärin, die im BÄRENWALD ein neues Zuhause bekam. Zwölf weitere Restaurantbären folgten bald nach und wurden mit der Unterstützung der kosovarischen Regierung noch im gleichen Jahr gerettet und in den BÄRENWALD gebracht. Kosovo stellte sich als echtes "best practice" Beispiel heraus: Mit vereinten Kräften der Regierung und von VIER PFOTEN konnte eine nationale Lösung zur Beendigung der illegalen Privathaltung von Bären umgesetzt werden. Alle beteiligten Partner werden hart daran arbeiten, einen ähnlichen Erfolg im Nachbarland Albanien zu erzielen.

Bild 2: Im BÄRENWALD Prishtina finden Bären aus schlechter Haltung ein artgemässes Zuhause.
© VIER PFOTEN / Mihai Vasile

Webseite: www.vier-pfoten.ch
Kontakt: office@vier-pfoten.ch

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VIER PFOTEN an den INK DAYS ZURICH

Zürich, 29. März 2016 - Am ersten Aprilwochenende findet in Regensdorf die erste internationale Tattoo-Expo statt. Internationale Künstler der Pircing- und Tattooszene präsentieren dem Messepublikum ihre Arbeit. Auch VIER PFOTEN ist mit einem Stand vertreten.

Das erste Mal in der Schweiz findet im Hotel Mövenpick in Regensdorf vom 1. bis 3. April 2016 die Tattoo-Expo namens INK DAYS ZURICH statt. Den Besuchern wird während drei Tagen ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm geboten. Mit von der Partie ist neben zahlreichen internationalen Tattoo- und Pircingkünstlern auch VIER PFOTEN. Die internationale Tierschutzorganisation wurde dazu eingeladen, den Tattoo-Fans Tierschutz näher zu bringen. VIER PFOTEN wird die eigenen Projekte rund um Bären, Grosskatzen, Streunertiere und Orang-Utans vorstellen. Ausserdem gibt es mit etwas Glück am Stand tolle Preise zu gewinnen.

Versteigerung Lithografie von HR Giger
Auch der Künstler Vincent Castiglia reist aus New York an, um zu Ehren des 2014 verstorbenen Surrealkünstlers HR Giger einen eigenen Stand zu präsentieren. Am Sonntag um 16.00 Uhr wird unter den Messebesuchern eine Origial-Lithografie des berühmten Künstlers versteigert. Die Versteigerungssumme kommt VIER PFOTEN zu Gute. Die Länderchefin von VIER PFOTEN Schweiz, Julie Stillhart, freut sich sehr auf die Messe: „Wir schätzen die Möglichkeit sehr, als Tierschutzorganisation zu einer solch tollen Veranstaltung eingeladen zu werden. Wir werden die Gelegenheit nutzen und versuchen, ganz viele Tattoo-Fans für den Tierschutz zu sensibilisieren“.

Webseite: www.vier-pfoten.ch
Kontakt: office@vier-pfoten.ch

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Pelzfrei. Armani setzt ein Zeichen

Ab der kommenden Herbst-/Winter-Saison wird Armani, eines der grössten und erfolgreichsten Modeunternehmen der Welt, auf Verarbeitung und Verkauf von Echtpelz verzichten. Der Schweizer Tierschutz STS lobt den Entscheid als vorbildlich für den Tierschutz.

Firmengründer und Patron Giorgio Armani spricht von einem wichtigen Schritt, der den Fokus seines Unternehmens auf Umwelt- und Tierschutzthemen widerspiegle.* Massgeblich beigetragen zu dem bemerkenswerten Entscheid hat das Engagement der Fur Free Alliance, einem internationalen Zusammenschluss führender Tier- und Umweltschutzverbände gegen Pelzmode, dem auch der Schweizer Tierschutz STS angehört.

Mit dem Verzicht auf Echtpelz reiht sich die italienische Luxusmarke Armani ein in die wachsende Zahl pelzfreier Unternehmen und Bekleidungsmarken, wie dies u.a. Tommy Hilfiger, Calvin Klein, Stella McCartney, Zara, Esprit oder Hugo Boss bereits getan haben. Diese und viele weitere dem Fur Free Retailer-Programm angeschlossene Anbieter haben die Zeichen der Zeit erkannt. Sie beziehen klar Stellung gegen Tierquälerei, wissen um die modischen Alternativen zu Pelz und gehen in Richtung nachhaltig und tierleidfrei.

Untragbarer Luxus
Auf Pelztierfarmen, ob in Europa, den USA oder Asien, verbringen Tiere ein Leben eingepfercht, in den Wahnsinn getrieben, in winzigen, verdreckten Käfigen, bevor sie durch Vergasen, Stromschlag oder Genickbruch getötet werden. Dokumentationen aus China, dem heute weltweit grössten Pelzproduzenten, belegen, wie Tiere noch bei Bewusstsein - winselnd und um sich tretend - gehäutet werden.

Jedes Modeunternehmen, das im Wissen um die Tierqual weiterhin Pelzprodukte verkauft, unterstützt eine Industrie, die für den Tod von Millionen von Tieren verantwortlich ist - und das für ein überflüssiges Luxusprodukt. Oder wie schon Bernhard Grzimek schrieb: «Der Einzige, der einen Ozelotpelz wirklich braucht, ist der Ozelot.»

* Original-Zitat Giorgio Armani: «I am pleased to announce that the Armani Group has made a firm commitment to abolish the use of animal fur in its collections. Technological progress made over the years allows us to have valid alternatives at our disposition that render the use of cruel practices unnecessary as regards animals. Pursuing the positive process undertaken long ago, my company is now taking a major step ahead, reflecting our attention to the critical issues of protecting and caring for the environment and animals.»

Webseite: www.tierschutz.com
Kontakt: sts@tierschutz.com

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Ausgestorben geglaubtes Nashorn entdeckt

Forscher des WWF haben in Kalimantan, dem indonesischen Teil der Insel Borneo, ein vier bis fünf Jahre altes weibliches Sumatra-Nashorn entdeckt. Die letzte bestätigte Sichtung der Art war dort vor mehr als 40 Jahren. Die stark bedrohten Nashörner galten in der Region lange als ausgestorben.

"Das ist eine spannende Entdeckung und ein Hoffnungsschimmer für den Artenschutz", freut sich WWF-Artenschutzexpertin Doris Calegari. "Im Ringen um den Erhalt der letzten naturbelassenen Wälder auf Borneo gibt uns diese frohe Nachricht Rückenwind".

Mit einer Schulterhöhe von 100 bis 150 Zentimetern und einem Gewicht von 600 bis 950 Kilogramm ist das Sumatra-Nashorn das kleinste der weltweit fünf Nashornarten. Einst war es von Assam in Nordostindien über Indochina bis auf die Malaiische Halbinsel und die Grossen Sundainseln verbreitet. Heute ist sein Lebensraum auf wenige kleine, isolierte Gebiete auf Borneo und Sumatra beschränkt. Mit lediglich rund 100 Individuen hauptsächlich auf Sumatra zählt es zu den bedrohtesten Säugetieren der Welt.

Kontakt: Martina Lippuner, Mediensprecherin WWF Schweiz, 079 384 04 42
Bild: WWF Indonesien

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Nachhaltiger Tierschutz grenzenlos

Tierleid verhindern, bevor es überhaupt erst entstehen kann: Die Schweizer Tierschutzorganisation NetAP verfolgt einen effizienten Ansatz.
(Turi Kammer)

Das Internet und auch das tägliche NewsFernsehen sind Fenster zur Hölle geworden. Angesichts von verstörenden Szenen von Menschen- und Tierleid bleiben wir fassungslos zurück. Um nicht daran zu verzweifeln, ist Ignorieren ein verständlicher Selbstschutz, was aber das Leiden da draussen nicht im Geringsten lindert. Um etwas zum Guten zu wenden, und sei es noch so wenig, hilft nur: Aufstehen und handeln. In Bezug auf das Tierleid hat sich Esther Geisser entschieden und für sich die Lebensaufgabe gefunden. Sie hat mit Hilfe von kompetenter Seite innert den letzten sieben Jahren eine international vernetzte Tierschutzorganisation aufgebaut: Network for Animal Protection - NetAP. Teams von Fachleuten, insbesondere Tierärzte, engagieren sich in der Schweiz und im Ausland für zahlreiche Tierschutzprojekte. Viele opfern ihre gesamte Freizeit und ihre Ferien dafür, um bei Tierrettungen, Kastrationsprogrammen oder bei Katastropheneinsätzen mitzuarbeiten oder um lokale Kollegen und Tierschützer zu beraten und zu schulen. Damit in diesem Network die Hilfe vor Ort zuverlässig zweckbestimmt und wirkungsvoll bleibt, werden die lokal tätigen einheimischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter akribisch ausgewählt, instruiert und begleitet. Länderspezifische Eigenheiten verlangen dabei Fingerspitzengefühl. Darin hat Esther Geisser Erfahrung, denn die gelernte Juristin war zuvor während 20 Jahren als Personalchefin in Grossbetrieben - auch international - tätig, wo sie ihre korrekte Einschätzung der Qualifikation, des Potenzials und der Motivation von Mitmenschen unter Beweis stellen musste. Ein berührender Beleg für gelungenes Personalmanagement zeigte sich anlässlich des Zyklons 2014 in Indien, wo die lokalen Mitarbeiter des Tierheimes, welches Teil der Networks ist, noch während dem Abflauen des Sturms zuerst die Tiere retteten und sich erst nachher um ihre ebenfalls zerstörten Heimstätten kümmerten. Im Gegensatz zu anderen Tierschutzorganisationen setzt NetAP für Werbung kein Spendengeld ein. (Das nebenstehende Inserat wurde von zwei KGW-Mitgliedern bezahlt.) Die Arbeit bei NetAP gründet auf Ehrenamtlichkeit. Esther Geisser sagt: "Nachhaltigkeit, Professionalität, Effizienz und Effektivität sind uns wichtiger, als möglichst viele, dafür kurzfristige Aktionen, die im Endeffekt nicht viel verändern."

Webseite: www.netap.ch
Kontakt: info@netap.ch

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